Beim Hallenturnier in der Herrenberger Längenholzhalle kommt es zur Neuauflage des Vorjahresfinales zwischen dem VfL Nagold und dem VfL Herrenberg. Diesmal haben die Gastgeber jedoch das Nachsehen. Elias Bürkle und Berk Özhan sind die beiden erfolgreichsten Nagolder Torschützen des Turniers.
Der VfL Nagold ging als großer Favorit in das Hallenfußballturnier in der Herrenberger Längenholzhalle – und er wurde dieser Rolle gerecht: Mit einem 3:0-Sieg im Finale gegen Gastgeber VfL Herrenberg holte der Landesligist den Siegerpokal. Es kam damit zur Neuauflage des Endspiels vom Vorjahr, das damals noch die Herrenberger mit 3:1 gewannen.
Spät in Tritt gekommen
Als einziger Teilnehmer aus dem Kreis Calw dominierte der VfL Nagold schon die Vorrunde. Völlig überraschend verlor er jedoch sein Auftaktspiel gegen den TV Nebringen mit 3:4. Nach Toren von Elias Bürkle, Burak Tastan und Berk Özhan führte der Favorit zwar bis kurz vor Schluss mit 3:1, kassierte dann aber noch drei Gegentore. Auch im zweiten Spiel gegen den VfL Oberjettingen kamen die Nagolder nicht richtig in die Gänge und trennten sich von dem Bezirksligisten mit 1:1 unentschieden. Das Nagolder Tor erzielte Perparim Halimi (4.), für den VfL Oberjettingen glich Nicolas Ruß (7.) aus.
Keine Ausrutscher mehr
In den restlichen drei Vorrundenspielen leistete sich der VfL Nagold jedoch keine Ausrutschter mehr. Die Spvgg Aidlingen wurde mit 5:1 besiegt (Nagolder Tore: Frederic Fleischle (2), Christos Thomaidis, Jürgen Schechinger und Berk Özhan), der VfL Herrenberg II mit 6:0 (Tore: Jürgen Schechinger (3), Johannes Fleischle, Berk Özhan und ein Eigentor) und der SV Affstätt mit 3:0 (Tore: Elias Bürkle und zweimal unbekannt). Aufgrund der deutlich besseren Tordifferenz schlossen die Nagolder die Gruppe somit als Tabellenführer vor dem punktgleichen TV Nebringen ab.
Auch beide Spiele in der Zwischenrunde konnte der einzige Vertreter aus dem Kreis Calw für sich entscheiden. Gegen den VfL Herrenberg führte er nach Treffern von Elias Bürkle (1.), Johannes Fleischle (3.) und Burak Tastan (5.) eigentlich sicher mit 3:0. Zwei Herrenberger Tore machten es noch einmal spannend, ehe Berk Özhan zum 4:2 (7.) traf. Der erneute Anschlusstreffer der Gastgeber (9.) konnte nichts mehr am Nagolder Sieg ändern.
Klar mit 5:1 gewann der VfL Nagold gegen den SV Oberjesingen. Christos Thomaidis (6.), Johannes Fleischle (7.), zweimal Berk Özhan (10./10.) und Frederic Fleischle (12.) ließen den Favoriten bis zur Schlussminute mit 5:0 führen, ehe den Oberjesingern noch der Ehrentreffer gelang.
Zunächst in Rückstand
Im Viertelfinale besiegte der VfL Nagold den SV Deckenpfronn mit 3:2. Für den Landesligisten trafen Elias Bürkle (3.), Frederic Fleischle (5.) und Perparim Halimi (8.). Im Halbfinale geriet der VfL Nagold gegen den TSV Ehningen zunächst mit 0:1 (6.) in Rückstand, doch durch Tore von Elias Bürkle (11.) und Burak Tastan (11.) schaffte er noch rechtzeitig die Wende.
Es kam somit zum Endspiel gegen den VfL Herrenberg, der im Halbfinale den TV Darmsheim eliminiert hatte. Berk Özhan kam nach drei Minuten an der Bande in Ballbesitz, schoss sofort aufs Tor und brachte die Nagolder so mit 1:0 in Führung. Drei Minuten später schob sich die Nagolder Defensive in der eigene Hälfte den Ball zu, wobei Torwart Elias Bürkle eine Lücke bei den Gastgebern entdeckte und mit einem strammen Schuss in die gegnerische Hälfte auf 2:0 erhöhte. Schließlich nutzte Perparim Halimi (11.) einen Ballverlust des Herrenberger Torwarts in der Nagolder Hälfte mit einem langen Heber ins leere Tor für den 3:0-Endstand aus.
Erfolgreichster Torschütze des Turniers wurde mit neun Treffern Robin Braun vom SV Deckenpfronn. Die Nagolder Elias Bürkle und Berk Özhan landeten mit je sechs Toren auf Platz vier.
VfL Oberjettingen mit Pech
Der FC Unterjettingen schloss das Turnier als Gruppenletzter in der Vorrunde mit zwei Unentschieden gegen den SV Nufringen und den FV Mönchberg sowie drei Niederlagen ab. Der VfL Oberjettingen wurde in der Vorrunde Gruppendritter hinter dem VfL Nagold und dem TV Nebringen. In der Zwischenrunde besiegte er den SV Nufringen mit 3:2 und unterlag den SF Kayh mit 1:4. Pech: Aufgrund der schlechteren Tordifferenz hatte er gegen seine beiden punktgleichen Konkurrenten das Nachsehen und qualifizierte sich somit nicht für das Viertelfinale.