Die Zeichnung lässt die spätere Hütte erahnen. Foto: Verein Foto: Schwarzwälder Bote

Betreuung: Neuer Standort befindet sich bei der Kuckuckshalle / Verein nimmt nun Anmeldungen entgegen

Das Projekt "Waldkindergarten Haiterbach" nähert sich der Zielgeraden: Nach einer intensiven Planungszeit startet der Verein Natur- und Waldkindergarten jetzt die Anmeldephase. Im April soll die Betreuungseinrichtung dann den Betrieb aufnehmen.

Haiterbach. Der erste Namensteil des Vereins "Natur- und Waldkindergarten", die Natur, bekommt jetzt noch mehr Gewicht. Denn der Standort wird nicht mehr, wie ursprünglich geplant, im Wald sein. Zunächst hatte der Verein mit einem Waldstück beim Haiterbacher Schützenhaus geliebäugelt. Davon ist man laut der Vorsitzenden Hannah Langer abgekommen. Unter anderem, weil man dort keine Erweiterungsmöglichkeiten gehabt hätte. Zudem komme der neue Standort oben auf dem "Bus" der Logistik entgegen, wenn die Kinder morgens in den Kindergarten gebracht und später wieder abgeholt werden, erklärt Langer.

Der genaue Standort des Natur- und Waldkindergartens befindet sich dann beim Schotterplatz in Verlängerung der Kuckuckshalle. Dort hat die Stadt Haiterbach einen Platz neben einem schon bestehenden Schuppen zur Verfügung gestellt.

Der Bau des künftigen Kindergartens sei inzwischen in Auftrag gegeben, berichtet Langer. Er wird als ökologische Hütte in Holzständerbauweise errichtet werden. Die Vereinsmitglieder werden dabei neben dem Unternehmen mit anpacken und somit Eigenleistung erbringen.

Der Verein rechnet mit einer Bauzeit von drei Wochen. Der Starttermin steht dabei allerdings noch nicht genau fest. Nach dem Zeitplan soll aber der Kindergarten selbst Mitte April seinen Betrieb aufnehmen.

Die Vorstellungsgespräche für das Personal laufen momentan noch. Neben einer Leitungskraft wird eine weitere Fachkraft die Betreuung der Kinder übernehmen. Es sei denn, man starte mit mehr als zwölf Kindern, dann benötige man eine weitere Fachkraft, erläutert die Vereinsvorsitzende. Eventuell werde das Team auch noch durch eine Kraft im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) unterstützt.

Insgesamt sei man trotz aller Umstände in der Corona-Zeit im Zeitplan, freut sich Langer. Ganz abgeschlossen seien die Vorbereitungen nicht. So kümmere man sich derzeit unter anderem um die Versicherung. Kernpunkt der Vorarbeiten sei aber das Konzept für die Einrichtung gewesen, das auch Zulassungsvoraussetzung ist.

Nun nehme der Verein Anmeldungen entgegen. Der Kindergarten kann bis zu 20 Kinder betreuen.

Inzwischen abgeschlossen ist auch der Kooperationsvertrag mit der Stadt Haiterbach, wie auch Hauptamtsleiter Benjamin Finis bestätigt. Die Stadtverwaltung Unterstütze das Projekt und betrachte es als Erweiterung der Vielfalt der Betreuungsangebote. Auch finanziell unterstützt die Stadt den Verein. Genaue Zahlen nannte Finis nicht. Man liege aber am oberen Ende der üblichen Sätze.

Der Waldkindergarten ist durch die freie Trägerschaft unabhängig von den städtischen Einrichtungen. Sowohl Verein als auch Stadtverwaltung unterstreichen aber den Willen zu einer engen Zusammenarbeit.

Weitere Informationen: www.waldkiga-haiterbach.de (mit Angaben zu regelmäßigen Sprechstunden)

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