Das sind fünf von 56 Schülern, die eine Woche vor Schulbeginn am Gymnasium in einem erstmals angebotenen Auffrischungskurs Stoff vom letzten Schuljahr vertieften. Betreut werden die Kleingruppen von Schülerinnen der Kursstufe II, so wie hier Laura Noll. Foto: Kost Foto: Schwarzwälder-Bote

56 Kinder machen mit: Erster Auffrischungskurs am Gymnasium eine Woche vor Schulstart stößt auf große Resonanz

Von Thomas Kost

Haigerloch. Von sechs Wochen Sommerferien eine freiwillig in die Schule gehen? Das geht ja mal gar nicht! Oder doch? Beim ersten Ferienauffrischungskurs des Gymnasiums Haigerloch nahm jedenfalls die bemerkenswerte Zahl von fast 60 Schülern und Schülerinnen teil.

Vom Montag bis zum gestrigen Donnerstag saßen insgesamt 56 Kinder quer durch die Klassen fünf bis acht in den Klassenzimmern und büffelten täglich von 9 bis 12 Uhr konzentriert vor sich hin. Mathematik, Französisch und Englisch stand auf dem "Stundenplan". Angeleitet wurden sie von Schülerinnen der Kursstufe II, die im neuen Schuljahr ihr Abitur machen.

Übrigens ein völlig neues Projekt am Gymnasium, denn eine derartiges Angebot zum Ende der Sommerferien hatte es bislang nicht gegeben. Und so war auch Schulleiter Helmut Opferkuch völlig verblüfft über die große Resonanz, auf die der Kurs stieß: "Mit so einer Teilnehmerzahl haben wir nicht gerechnet."

Lehrerin Jutta Wolf vom vierköpfigen Schulleitungsteam, die über dem viertägigen Kurs wacht, legt Wert auf die Feststellung, dass es sich hierbei nicht um Nachhilfeunterricht im klassischen Sinne handelt, sondern, dass einige wichtige Themen des vergangenen Schuljahres, mit denen sich der eine oder andere vielleicht ein bisschen schwer getan hat, nochmals vertieft werden.

So werden in Englisch und Französisch Zeitformen oder auch einzelne Wörter nochmals durchgenommen, in Mathematik befassen sich die Jungs und Mädchen – die meisten davon besuchen die Klassen sechs und sieben – mit Bruchrechnen oder der Berechnung von Oberflächen und Rauminhalten.

Nächste Woche herrscht in der Schule wieder Hochbetrieb

Nach Jutta Wolfs Eindrücken läuft dieser Ferienkurs bisher prima. Alle machen gut mit und es ist nach ihrer Einschätzung auch von Vorteil in dem derzeit noch ruhigen Schulgebäude in Kleingruppen von nur wenigen Schülern konzentriert arbeiten zu können. Auch für die älteren Schülerinnen, die die Kurse betreuen, ist sie voll des Lobes. "Die Mädchen sind sehr zuverlässig und es ist für sie auch spannend, eine Stunde lang wie ein Lehrer vor anderen Schülern zu sitzen."

Mit der Ruhe in dem mehrstöckigen Gebäudekomplex ist es aber bald vorbei. Heute treffen sich die rund 60 Lehrer zur großen Konferenz, um letzte Fragen vor dem Schulstart zu klären und wenn nächste Woche wieder fast 600 Gymnasiasten das Gebäude mit Leben erfüllen, dann geht’s wieder zu wie im Bienenstock.

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