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Haigerloch Sie war und ist ein Ort der Begegnung

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Seit 40 Jahren ist die Stadtbücherei im Dachgeschoss des Rathauses eine beliebte Anlaufstelle für Klein und Groß. Darüber freuen sich Büchereileiterin Anja Wallner (links), ihre Kollegin Susanne Eberhart (sitzend) und Reinigungskraft Evi Schneider. Foto: Kost Foto: Schwarzwälder Bote

Kaffee und Kuchen war genug da Getränke ebenso – leider nur nicht so viel Publikum. Und das war ein wenig schade, als die Stadtbücherei Haigerloch am Samstag ihren 40. Geburtstag feierte.

Haigerloch. Denn in der Bücherei im Obergeschoss des Rathauses gibt es eigentlich immer viel zu entdecken: Rund 41 000 Medien weist die Stadtbücherei auf, darunter allein 13 000 Bücher, Filme, Zeitschriften CDs und Spiele.

Und im digitalen Zeitalter ist auch sie längst angekommen. Eine Medien-Ausleihe per Mausklick ist schon länger etabliert, ab dem 1. Januar 2020 kommt in diesem Bereich noch ein ganz neues Angebot dazu: Das kostenlose Streamen von Spielfilmen, TV-Serien oder Dokumentationen über die Homepage der Stadtbücherei. Alles, was Nutzer dafür benötigen, ist einen gültigen Büchereiausweis und ein Passwort.

1979 war die Bücherei im Obergeschoss des Rathauses mit einem festlichen Akt und einem Auftritt von Thaddäus Troll – einer der bekanntesten deutschen Mundartdichter – eröffnet worden. Bevor es soweit war, hatte die Fachstelle für Öffentliches Bibliothekswesen gegenüber dem damaligen Kulturamtsleiter Hermann-Joseph Speier allerdings gewisse Bedenken geäußert: Die schönsten Räume, die man sich für eine Bücherei vorstellen könne, aber eben nicht optimal erreichbar, da kein Aufzug vorhanden, so lautete seinerzeit das erste Urteil nach einer Begehung.

Doch darüber sah man großzügig hinweg und die Bücherei entwickelte sich rasch zu eine festen Einrichtung der Stadt, die stets nicht nur Wissen und Bildung vermittelt und Lesevergnügen bereitet, sondern auch immer wieder für kulturelle Highlights sorgte. Der schwäbische Liedermacher Wolle Kriwanek ( † 2003) war schon da, ebenso die Schriftstellerin und Fernsehmoderatorin Hera Lind ("Das Superweib").

Die Stadtbücherei erlebte aber auch weniger schöne Stunden: 2008 musste sie wegen einer überhöhten Schadstoff-Konzentration in den Holzbalken des Fachwerks ein Jahr lang geschlossen und umfassend saniert werden. Im Herbst 2009 konnte sie dann wieder öffnen.

Genau zu dieser Zeit trat die neue Büchereileiterin Anja Wallner als Nachfolgerin von Ulrike Tausch ( † 2015) ihren Dienst an. Sie bildete zunächst mit Irene Hurm ein Team und als Hurm 2013 nach 28 Jahren altershalber aus der Bücherei ausschied, nahm 2014 Susanne Eberhart aus Isingen ihren Platz ein. Unterstützt werden Wallner und Eberhart zudem von Reinigungskraft Evi Schneider.

Alte Büchereiausweise werden ausgestellt

Trotz aller Veränderung durch Internet und Digitalisierung, eines ist die Stadtbücherei in ihrer 40-jährigen Existenz immer geblieben: Ein Ort der Begegnung. Heute vielleicht sogar noch mehr als früher, denn es gibt jährlich wiederkehrende Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene. wie die Frederick-Lesetage, die einmal monatlichen Vorlese- und Bastelaktionen für kleinere Kinder, Autorenlesungen für Kindergärten und Schulklassen, Puppentheater im Bürgerhaus, Literatur- und Vortragsabende für Erwachsene und zwei Mal im Jahr Kinoabende mit dem Kinomobil Baden-Württemberg. Die Stadtbücherei hat aktuell 1000 Anmeldungen, davon dürften laut Anja Wallner rund die Hälfte aktive Nutzer sein.

Bei der kleinen Geburtstagsfeier konnte man anhand von an Leinen aufgehängten alten Fotos in Erinnerungen schwelgen, auch alte Büchereiausweise wurden ausgestellt. Leyla Becker machte mit Kindern eine kleine Bilder- und Vorleseaktion. Auch alte Weggefährten wie Hermann-Joseph Speier, Irene und Herbert Hurm schauten vorbei, um zu gratulieren.

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