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Haigerloch Sein Werk prägt das Bild einer Region

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Freuen sich über die Ausstellung zu Ehren des Haigerlocher Baumeisters Christian Großbayer im alten Pfarrhaus: Haigerlochs Bürgermeister Heinrich Götz, Nadja Diemunsch und Volker Trugenberger, Leiter des Staatsarchives Sigmaringen. Foto: Kost Foto: Schwarzwälder Bote

Seine Gebeine sind längst verblichen, aber seine Bauwerke­ prägen bis heute die Region. Am Mittwoch wurde im alten katholischen Pfarrhaus eine Ausstellung zum 300. Geburtstag des Haigerlocher Baumeisters Christian Großbayer (1718 bis 1782) eröffnet.

Haigerloch. Am 1. Januar 1718 hatte der bedeutsame Barockbaumeister aus Hohenzollern und Haigerlocher Stadtschultheiß als achtes und jüngstes Kind des Maurermeisters Valentin Großbayer und dessen Frau Anna das Licht der Welt erblickt. Aus diesem Anlass widmeten ihm die Stadt Haigerloch und das Staatsarchiv in Sigmaringen eine Ausstellung im alten Pfarrhaus. Gezeigt werden darin nicht nur ein Votivbild von Großbayer oder sein originaler Grabstein, sondern vor allem viele detailreiche Baupläne und Zeichnungen von Kirchen und Gebäuden, die er gebaut, respektive entworfen hat.

Die Baupläne stammen aus dem Fundus des Staatsarchives Sigmaringen und geben doch längst keinen vollständigen Einblick in das komplette Schaffenswerk des Barockbaumeisters, der sich am Ende seiner 40-jährigen Schaffensphase dem Frühklassizismus zugewandt hat. "Leider existieren von seinen 50 Bauwerken nicht mehr alle Unterlagen. Es kommen zwar immer wieder neue Erkenntnisse über ihn zu Tage, aber manche Frage bleibt mangels Quellen auch offen", bedauerte Nadja Diemunsch vom Staatsarchiv Sigmaringen. Sie hatte sich in den vergangenen Monaten intensiv mit der Person Großbayer auseinandergesetzt und ihr oblag die Einführung in die Ausstellung.

Der Name Großbayer ist vornehmlich mit der Entstehung von etwas mehr als einem Dutzend Kirchen verbunden, darunter solche wie die Wallfahrtskirche in Maria Zell bei Hechingen, die ehemalige Augustinerklosterkirche in Oberndorf oder die Pfarrkirchen in Bad Imnau, Hirrlingen oder Melchingen.

Seine Handschrift tragen aber auch herrschaftliche, private und öffentliche Gebäude, denn Christian Großbayer war fast 30 Jahre lang für den Fürsten von Hohenzollern-Hechingen als Bauinspektor tätig. In Haigerloch, so erzählte Nadja Diemunsch, hat er zum Beispiel den achteckigen Aufsatz auf den Römerturm oder auch drei Brunneneinfassungen geschaffen.

So unbändig die Schaffenskraft von Christian Großbayer auch war, eines lässt sich von ihm leider nicht sagen, wie Diemunsch in ihrem Fazit feststellte: "Er war eher ein Handwerker als ein Künstler". Das schmälert sein Werk aber in keiner Weise, denn schließlich haben seine Bauwerke Generationen überdauert und prägen das Landschaftsbild in einem Umkreis von fast 50 Kilometer um Haigerloch herum bis heute.

Zuvor war es an Bürgermeister Heinrich Götz als Hausherr, die Gäste zu begrüßen. Neben Volker Trugenberger als Leiter des Staatsarchives waren auch sehr viele Mitglieder des Hohenzollerischen Geschichtsvereins ins Pfarrhaus gekommen.

"Die Ausstellung lässt erkennen, welche große Bedeutung Großbayer für die Stadt Haigerloch und die Region hatte", meinte Götz. Großbayer war aus seiner Sicht weit mehr als ein "ambitionierter Maurer", und die mehr als 50 von ihm umgesetzten Projekte würden von seiner Genialität zeugen. Er habe aber nicht nur das Ortsbild von Haigerloch geprägt, sondern sei auch ein beliebter und geachteter Bürger gewesen. Als solcher sei er aber stets bescheiden und bodenständig geblieben.

Umrahmt wurde die Ausstellungseröffnung von einem Saxofon-Sextett der Stadtkapelle Haigerloch.

Weitere Informationen: 300 Jahre Großbayer im Pfarrhaus. Ausstellung bis 15. Juli. Geöffnet: montags bis samstags von 10 bis 12 und 14 bis 17 Uhr; sonntags und an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr.

 
 

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