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Haigerloch Nur die "Hochhäuser" stören etwas

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So sieht die erste Grobplanung für ein neues Baugebiet im Stettener Schopfloch aus. Ganz unten in Richtung Owingen ist eine Retentionsfläche eingeplant. Skizze: Büro Gfrörer Foto: Schwarzwälder Bote

Wer in Stetten ein Eigenheim bauen möchten, dessen Blick sollte sich ins Schopfloch richten. Nach einer ersten Planung des Empfinger Büros Gfrörer können dort bis zu 32 Baugrundstücke entstehen.

Haigerloch-Stetten. Eine erste Skizze des möglichen Baugebietes, das sich entlang der alten Gemeindeverbindungsstraße nach Owingen in südlicher Richtung erstreckt, wurde am Dienstag im Stettener Ortschaftsrat vorgestellt und besprochen.

Weil sich die Stadt Haigerloch künftig an Vorgaben des Landes orientieren muss und pro Hektar Fläche rund 60 Einwohner unterbringen soll, wurde dem auch in der Planung Rechnung getragen. Eine Fläche an der obersten rechten Ecke hat das Büro Gfrörer deswegen für dreigeschossige Häuser vorgesehen, darunter könnte eine Zeile mit Doppelhaushälften entstehen und unter diesen schließlich dann die klassischen Einfamilienhäuser.

Weil das Gebiet jedoch nicht restlos im Flächennutzungsplan der Stadt liegt, muss zumindest ein Teil davon nach Paragraf 13B (beschleunigtes Verfahren) erschlossen werden. Auch sind in südlicher Richtung zwei Grundstücke noch nicht im Besitz der Stadt. Hier will Ortsvorsteher Walter Stocker die Gespräche mit den Eigentümern vertiefen. Sollte der Aufkauf aber scheitern, dann fällt die Erschließung eben etwas kleiner aus.

Je nachdem wie groß das Baugebiet im Endeffekt wird, wirkt sich das auf die Entwässerung der Grundstücke aus. Kann es in vollem Umfang realisiert werden, dann werden die Abwasserkanäle talabwärts in Richtung Eyach gebaut, was Kosten in der Dimension von rund 700 000 Euro verursachen dürfte. Fällt das Baugebiet kleiner aus, dann erfolgt die Entwässerung in Richtung Stetten. Es sei bereits geklärt, dass dies technisch möglich ist, wie Ortsvorsteher Stocker den Ortschaftsräten und Zuhörern erklärte.

Grundsätzlich freute sich der Ortschaftsrat darüber, dass man ein neues Bauplatzangebot schaffen kann. Restlos glücklich war das Gremium mit der Planung allerdings nicht. Auf Ablehnung stieß die Positionierung der dreigeschossigen Häuser durch das Planungsbüro. Diese ausgerechnet an der höchsten Stelle des Baugebietes einzuplanen, wo sie am meisten auffallen, hält Matthias Deppert für "völlig falsch". Er war der Meinung, dass sie ganz unten im linken Eck der Planung besser aufgehoben wären. Die jetzige Platzierung der großen Häuser sei dem Sonnenverlauf geschuldet, erklärte Ortsvorsteher Stocker. Aus diesem Grund erscheint es ihm logisch, dass man die höchsten Häuser an die nördlichste Stelle des Baugebietes eingeplant hat.

Letztendlich lehnte die Mehrheit des Ortschaftsrates eine solche Positionierung der dreigeschossigen Häuser jedoch ab und votierte dafür, sie woanders zu ermöglichen oder zu Gunsten von Einliegerwohnungen in Einfamilienhäusern sogar ganz auf sie zu verzichten – auch so ließe sich aus Sicht des Gremiums die geforderte Einwohnerdichte erreichen.

Dass Bedarf an Bauplätzen in Stetten da ist, steht für den Ortsvorsteher außer Frage. Stocker: "Wir haben etwa 20 Leute die Bauplätze wollen. Das Gebiet dürfte damit innerhalb von drei Jahren voll sein."

Es gab jedoch auch eine kritische Stimme, die mahnte, nicht nur ans Geldverdienen durch Bauplatzverkäufe zu denken. "Jeden Tag werden in Deutschland 80 Hektar Fläche zugebaut", erinnerte Landwirt Wilfried Schmid an die Konsequenzen fürs Klima durch Flächenversiegelung.

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