Influencer können großen Einfluss auf Kinder und Jugendliche haben und dabei auch noch eine Menge Geld verdienen. Über das Thema sprach Susanne Cathrine Locher von der Balinger Firma yourIT (Mitte) im Haigerlocher Jugendbüro mit Kindern und später auch Erwachsenen. Foto: Lenski Foto: Schwarzwälder Bote

"Safer Internet Day": Veranstaltung im Haigerlocher Jugendbüro wendet sich an Kinder und Erwachsene

Nein, ein Influencer hat eigentlich nichts mit der Viruserkrankung Influenza zu tun. Und dennoch gibt es Parallelen. Denn das, was Influencer im Internet präsentieren – zum Beispiel Lifestyle – kann nicht nur beeinflussen, sondern regelrecht anstecken.

Haigerloch. Im Rahmen der weltweiten Initiative der Europäischen Kommission "Safer Internet Day", hatte das Haigerlocher Kinder- und Jugendbüro am Dienstag zu einem Workshop eingeladen, der sich mit dem Thema "Traumjob Influencer?!" befasste. Als Kooperationspartner stand dem Jugendbüro dabei die Firma yourIT aus Balingen mit Susanne Cathrina Locher als Referentin zur Seite. Sie wurde begleitet von Thomas Ströbele – bei yourIT für Datenschutz und IT-Sicherheit zuständig. Der erste Teil der Veranstaltung richtete sich an Kinder und Jugendliche ab der fünften Klasse.

Viele Influencer veröffentlichen im Internet was sie konsumieren, welches Produkt sie verwenden. Ihre Präsenz in den sozialen Netzwerken ist stark und ihr Ansehen hoch. Sie erreichen andere Menschen nicht nur, sie können sie sogar dazu bringen, gewisse Dinge zu tun. Das macht sie als Träger für Werbung und Vermarktung hochinteressant. Präsentiert man sich als Influencer zum Beispiel auf den Plattformen der Sozialen Medien wie Facebook, Instagram, WhatsApp, Snapchat und Co. als Beautyqueen unter 30 mit perfektem Makeup und möglichst "instagrammable", kann man damit durchaus profitabel Geld verdienen. Influencer erscheint der jüngeren Generation deshalb als ein ernsthaft in Erwägung zu ziehendes Berufsbild.

Referentin Susanne Cathrina Locher verschaffte sich mit verschiedenen Fragen zuerst einmal einen grundsätzlichen Überblick über den Wissensumfang der 13 zu diesem Nachmittag erschienenen Kinder über Influencer. Sie wollte zum Beispiel wissen, welche Apps die Kinder in den sozialen Medien nutzen und wie viel Zeit sie im Internet verbringen. Mittels Filmsequenzen klärte sie dann über die Tätigkeiten und Vorgehensweisen von Influencern auf, wobei sie auch auf den schmalen Grat zwischen Scheinwelt und Realität einging.

Von großem Interesse für die Kinder war natürlich der Punkt, wie man als Influencer Geld verdient. Besonders ans Herz legte Locher den Kindern, wie wichtig es sei, zu erkennen, dass und auf welche Art und Weise sie von ihren Idolen beeinflusst würden.

Die Referentin griff darüber hinaus das Thema "Sicherheit im Internet" auf. So sei es bei den vielen Konten und Apps wichtig, im Auge zu behalten, was man herunterlädt, welche persönlichen Daten man im Netz preisgibt, was man postet, denn, so Locher, "alles was im Internet ist, bleibt für immer da drin."

Die yourIT-Fachfrau riet den Jugendlichen dazu, Cookies regelmäßig zu löschen, Standorte im Handy abzuschalten und sichere Passwörter zu benutzen. Bei Problemen riet sie den Kindern, sich an ihre Eltern, die Schule oder das Jugendbüro zu wenden. Auch das Abfragen der persönlich gespeicherten Daten bei großen Firmen wäre möglich.

Nach dem Workshop mit den Jugendlichen gab es abends eine weitere Veranstaltung im Jugendbüro, die sich ausschließlich an Erwachsene richtete. Auch ihnen gab Susanne Cathrine Locher Tipps, wie man mit dem Thema Influencer umgehen soll.

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