Auf Umwegen haben die einstigen Grundschulkameraden Peter und Lisi Katona als Erwachsene wieder zusammengefunden und vor 50 Jahren geheiratet. Foto: Horst Schweizer

Ihre Goldene Hochzeit – ausgerechnet am Karfreitag – wollten sie in Ruhe feiern: Peter und Elisabeth Katona sind seit 50 Jahren verheiratet.

Seit vier Jahrzehnten engagieren sich Peter und Elisabeth Katona ehrenamtlich in der Kommunalpolitik und der katholischen Kirchengemeinde. Viel länger jedoch kennen sie sich schon: „Ein Leben lang“, berichten sie, und zwar seit der Schulzeit im damaligen Jugoslawien. In der dortigen deutschen Gemeinde Filipovo wurde Peter Katona wurde am 3. Oktober 1944 geboren, wuchs mit sechs Brüder und zwei Schwestern auf. Am 27. September im selben Jahr erblickte Elisabeth Schreiber das Licht der Welt; sie hatte einen Bruder und eine Schwester. Beide besuchten zusammen die erste Klasse. Doch 1952 wanderte die Familie Schreiber nach Österreich aus, wo eine ihrer Töchter lebte. Elisabeth – sie legt Wert darauf, „Lisi“ genannt zu werden – wurde dort Kinderkrankenschwester und ging mit 27 Jahren als Kindermädchen zum Ehepaar Rodenstock nach München, das Verwandte in Lautlingen hatte.

 

Wiedersehen in Wien

In dessen Nachbarort Margrethausen kam am 14. Dezember 1956 die Familie Katona – dort wohnten schon Landsleute, zu denen stets Briefkontakte bestand. So erfuhr Peter Katona, wo Lisi Schreiber war. Erstmals nach 20 Jahren trafen sie sich allerdings in Wien: 1972 bei einem Filipovo-Heimattreffen. Und im selben Jahr gleich noch einmal, nun in Lautlingen, wo Lisi Schreiber mit den Rodenstocks zu Besuch war. Beide kamen sich schnell näher und verlobten sich 1973 am Wörthersee.

Birgit und Johannes sind „Münchener Kindl“

Die standesamtliche Heirat war am 29. März 1974 in Margrethausen, die kirchliche am 25. Mai 1974 in München, wo auch ihre beiden Kinder Birgit und Johannes geboren wurden. 1980 zog die Familie nach Margrethausen. Peter Katona absolvierte 1956 eine Feinmechaniker-Lehre bei August Sauter in Ebingen, legte 1970 die Meisterprüfung zum Werkzeugmacher ab und arbeitete von 1980 bis zur Rente bei AKE Knebel in Engstlatt. Ehefrau Lisi war bis zur Rente als Altenpflegerin in der Augustenhilfe tätig.

Schon früh engagierte sich das gläubige Ehepaar in seiner Wahlheimat Margrethausen. Lisi Katona war von 1984 an fast 40 Jahre Helferin der Erstkommunion- und Firmvorbereitung sowie Lektorin der katholischen Kirchengemeinde St. Margareta. Peter Katona war mehr als 20 Jahre lang in mehreren Ämtern Funktionär bei der TSG sowie ein Jahrzehnt Mitglied des katholischen Kirchengemeinderats. 2009 trat er die Nachfolge von Heidi Schmidt-Lorch als Ortsvorsteher an und blieb es bis 2017.

Die Goldene Hochzeit wollen beide erst im Mai feiern: mit einem großen Familienfest, zu dem auch ihre fünf Enkel kommen.