Wenn die Stadt Balingen einen Goldesel hätte, dann gäbe es viele Probleme nicht. Foto: Marschal

Am Schmotzigen wurde in Balingen an die Presse großzgügig „Geld“ verteilt. Unsere Autorin sinniert, wie sich ein Goldesel auf den städtischen Haushalt auswirken würde.

Dem städtischen Haushalt fehlt Geld an allen Ecken und Enden. Gut, dass Oberbürgermeister Dirk Abel und Bürgermeister Ermilio Verrengia wissen, wo das Geld herkommt – ganz klar, aus den Hinterteilen von Goldeseln.

 

Prompt haben sie sich selbst ins Eselkostüm geworfen und produzierten den „Geldsegen“, den Balingen so dringend braucht. Beim Rathaussturm am „Schmotzigen“ schmissen die beiden Goldesel nur so mit Talern um sich. Erst auf den zweiten Blick fällt auf: Es sind nur Attrappen.

Wenn der Esel echtes Geld produzieren würde...

Auch die Presse hat natürlich ein paar dieser Fake-Euros bekommen – für die unabhängige Berichterstattung, versteht sich. 70 Euro hat mir Bürgermeister Ermilio Verrengia in die Hand gedrückt.

Komisch, zu Angela Merkels Zeiten waren es mehr. Es wäre auch zu einfach, wenn ein Esel echtes Geld produzieren würde. Dann wäre der kommunale Haushalt ausgeglichen, die Schulden wären zurückbezahlt, genügend und kostenlose Betreuungsplätze vorhanden, die Tariferhöhung im öffentlichen Dienst würde noch höher ausfallen, die Straßen ohne Schlaglöcher und die öffentlichen Toiletten aus Gold. Nur für Journalisten würde sich nichts ändern: Diese wären nach wie vor unbestechlich.