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Gleicher Ort, gleiche Masche Diebesbande schlägt in Discountern in St. Georgen zu

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Foto: Jacob Lund – stock.adobe.com/pixabay

Das Polizeipräsidium Konstanz warnt vor einer Diebesbande, die landkreisübergreifend agiert. Eine der Haupttatorte ist St. Georgen, sechsmal schlugen die Unbekannten dort zu. Lesen Sie in unserem (SB+)-Artikel mehr zu den einzelnen Fällen und der Masche.

St. Georgen - Es ist immer die selbe, einfache Masche. Der Einkäufer ist abgelenkt, vergleicht Preise oder sucht ein Produkt. Ein schneller Griff in die Jacke oder Tasche. Schon ist der Unbekannte wieder weg. Spätestens an der Kasse folgt dann der große Schreck: Wo ist der Geldbeutel?

Überwiegend Frauen werden zu Opfern

Wie die Polizei nun mitteilt, treibt derzeit offenbar eine Diebesbande in der Region ihr Unwesen, die sich bereits mehrere Tausend Euro ergaunert hat. Eines der Hauptziele: St. Georgen. In der Bergstadt haben die Unbekannten bereits mindestens sechsmal zugeschlagen, wie eine Nachfrage des Schwarzwälder Boten beim Polizeipräsidium Konstanz ergibt.

Rückblick: Am 16. Oktober meldet sich eine 84-jährige Frau bei der Polizei. Als sie in einem Discounter in der Industriestraße einkaufte, wurde ihr Geldbeutel entwendet. Darin enthalten waren Ausweispapiere, Bankkarten und Bargeld in Höhe von 400 Euro. Sie erstattet Anzeige gegen Unbekannt.

Was die Polizei damals noch nicht weiß: Sie wird nicht die einzige bleiben. Keine drei Wochen später, am 7. November, ereignet sich der nächste Fall. Gleicher Ort, gleiches Muster. Wieder reicht ein einfacher Griff in die Handtasche im Einkaufwagen. Die Beute ist groß. Denn der Unbekannte findet im Portemonnaie nicht nur 150 Euro, sondern auch eine EC-Karte mit passendem PIN. Nur wenig später werden 4000 Euro vom Bankkonto des Geschädigten abgehoben.

Dass das zweite Opfer ein rund 60-jähriger Mann ist, ist derweil eine Besonderheit. Denn, das zeigen die weiteren Ereignisse, die Diebe scheinen sich vor allem auf Frauen zu konzentrieren.

Im Nachgang auch noch Geld abgehoben

So auch am 16. November, als einer älteren Dame 150 Euro abgeluchst und – abermals ist der PIN zu finden – in der Folge 1000 Euro an einem Automaten abgehoben werden.

Die Beute in den anderen drei Fällen bleibt zwar gering, doch ist für die Geschädigten dadurch nicht minder ärgerlich. 30 Euro Bargeld ergaunern sich die Unbekannten am 27. November mit einem Griff in die Jackentasche und schlagen am Tag darauf erneut zu. Wieder sind es 80 Euro und ein Goldkettchen, das im Geldbeutel aufbewahrt wurde.

Der letzte Vorfall ereignet sich derweil erst am vergangenen Donnerstag. Nachdem sich erneut eine 63-jährige Frau an die Polizei wendet und von dem Diebstahl im Discounter berichtet, werden die Beamten hellhörig. Eine präsidiumsweite Warnung wird herausgegeben.

Während nun die Ermittlungen laufen – auch in Tuttlingen und Donaueschingen gibt es ähnliche Fälle – ist die Polizei auch auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Diese können sich im St. Georgener Revier, Telefon 07724/94 95 00, melden. "Wir haben im Prinzip gar nichts", räumt Pressesprecher Jörg-Dieter Kluge im Hinblick auf Zeugenhinweise ein. Hinzu komme, dass der Markt nicht videoüberwacht werde.

Derzeit werde ermittelt, ob die Unbekannten möglicherweise über Videokameras in den Banken überführt werden könnten. Die Polizei appelliert daher auch an die Bürger, wachsam zu sein. Denn schlussendlich könne jeder zum Opfer werden, so Kluge: "Da reicht es, sich kurz wegzudrehen, und dann ist der Geldbeutel weg – ratzfatz."

Wie kann ich mich am besten schützen?

Angesichts der Vorfälle gibt die Polizei Tipps, wie man Diebstähle verhindern oder zumindest den Schaden minimieren kann:

- Geldbörsen und Handtaschen nie unbeaufsichtigt im Einkaufswagenliegen lassen, auch ein kurzer Moment der Unachtsamkeit oder eine Ablenkung genügt den Tätern für den Diebstahl.

- Auch nach dem Einkauf beim Verstauen der Einkäufe auf die Geldbörse achten und sie nicht aus den Augen lassen.

- Beim Bezahlen an der Kasse immer aufmerksam sein und das Umfeld beobachten. Bei der PIN-Eingabe mit der freien Hand das Tastenfeld abdecken.

- Auf eine EC-Karte niemals die PIN notieren und sie auch nicht im Geldbeutel hinterlegen.

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