Der Glasfaserausbau in den Außenbereichen Hornbergs soll im kommenden Jahr starten. Die Infoveranstaltung in der Stadthalle am Montag ist darum auf großes Interesse gestoßen. Insgesamt 312 Gebäude sollen angeschlossen werden.
„Anders als im innerörtlichen Bereich Hornbergs, in dem eigenwirtschaftlich ausgebaut wird, gehen wir in den Außenbereichen den Netzausbau gemeinsam mit dem Kreis an“, stellte Bürgermeister Marc Winzer fest und begrüßte Josef Glöckl-Frohnholzer, den Geschäftsführer der Breitband Ortenau (BOKG).
In einer kurzen Zusammenfassung erläuterte Glöckl-Frohnholzer die bisherige und zukünftige Vorgehensweise der BOKG: „Hornberg gehört zu den zwölf Kommunen, für die die Phase II des Ausbaus beginnt.“
Eigentümererklärung ist Voraussetzung
Für zahlreiche Gebäude in den Außenbereichen, die nach den aktuellen Förderbedingungen von Bund und Land als besonders unterversorgt gelten und nicht von einem privaten Telekommunikationsunternehmen erschlossen werden, übernimmt die Breitband Ortenau den staatlich geförderten Ausbau. Voraussetzung für den Anschluss ist eine sogenannte Gebäudeeigentümererklärung (GEE). „Damit wird uns gestattet, auf dem entsprechenden Grundstück verlegen zu dürfen und annähernd 100 Prozent der angeschriebenen Eigentümer haben die Erklärung geschickt“, teilte der Geschäftsführer zufrieden mit.
Im Februar sollen seinen Ausführungen nach die Ausschreibungen beginnen und spätestens im zweiten Quartal 2024 die Bauarbeiten starten. „Die Tiefbauer werden sich zwei Mal bei Ihnen melden – zunächst, um die Leerrohre über das Grundstück zu verlegen und dann, um die Glasfaser ins Haus zu bringen“, kündigte Glöckl-Frohnholzer an. Künftiger Netzbetreiber ist der Telekommunikationsdienstleister Vodafone, der bei der Infoveranstaltung einen Überblick des Kundenportfolios gab.
Bis Ende Januar werden die Vorteile der Vorvermarktung angeboten und können Beratungen vor Ort für den individuellen Bedarf in Anspruch genommen werden. Eine Bürgerin, die nach eigener Aussage sehr abgelegen wohnt, konnte nicht glauben, dass der Ausbau für die Anschlussnehmer kostenfrei bis in das Gebäude errichtet wird. Dem sei jedoch so und nur möglich aufgrund der verschiedenen Förderkulissen, versicherte Glöckl-Frohnholzer. „Und wenn die Fördertöpfe leer sind?“, hakte die Fragende nach. Der Bescheid sei bei Bund und Land eingestellt, die Rechtssicherheit also gegeben, lautete die Antwort.
„Bis wann kann damit gerechnet werden, dass das Internet läuft?“, erkundigte sich eine Einwohnerin. Er gehe von einer Inbetriebnahme im späten Jahr 2025 aus, meinte Glöckl-Frohnholzer. Weitere Fragen betrafen die Möglichkeit von Synergieeffekten bei der Verlegung der Leerrohre wie etwa in Kooperation mit einer Abwassergemeinschaft und bis wann geklärt sein müsse, ob eine solche zustande komme.
Synergien durch Kooperationen nutzen
„Zügig, sonst können wir nicht ausschreiben“, so der Geschäftsführer. Inwiefern in Einzelfällen der Trassenverlauf abgestimmt werden muss, verwies Glöckl-Frohnholzer darauf, dass dies in enger Übereinstimmung mit Eigentümer, Kommune und BOKG erfolgen soll.
Kontakt und Infos
Weitere Fragen zum Glasfaserausbau können laut Josef Glöckl-Frohnholzer per E-Mail an info@bokg oder dem Kontaktformular auf der Homepage der Breitband Ortenau gestellt werden. Infos zum Netzbetreiber Vodafone gibt Ekaterina Wirsum unter Telefon 0176/ 24 98 84 97 oder per E-Mail an e.wirsum@vertriebspartner-vfkd.de.