Rund 40 Einsatzkräfte der Feuerwehren Hornberg und Hausach sowie jeweils zwei Besatzungen von Rettungs- und Streifenwagen sind am Donnertag beim Brand eines Mehrfamilienhauses in Hornberg im Einsatz gewesen. Foto: Feuerwehr

Ein Mehrfamilienhaus in der Hornberger Gartenstraße ist nach einem Brand am späten Donnerstagabend voraussichtlich nicht mehr bewohnbar. Insgesamt sieben Menschen haben dadurch nach aller Wahrscheinlichkeit ihr Zuhause verloren.

Hornberg - Darüber informierte Hornbergs Bürgermeister Siegfried Scheffold am Freitag. Fünf Mietparteien inklusive Eigentümer haben in dem Haus gewohnt, so Scheffold. Trotzdem sei er froh, dass Schlimmeres verhindert werden konnte. Scheffold, der selbst vor Ort war, zeigte sich beeindruckt vom beherzten und professionellen Einsatz der Feuerwehrleute.

Drei Bewohner kommen ins Krankenhaus

Ein Ehepaar und eine ältere Bewohnerin mussten ins Krankenhaus gebracht werden, konnten jedoch bereits am Freitag wieder entlassen werden. Ursache des Brandes war laut Mitteilung der Polizei ein Geschirrhandtuch, dass eine Anwohnerin des Hauses zunächst unbeabsichtigt auf dem Herd liegen ließ. Nach kurzer Zeit bemerkte sie das verbrannte Tuch und legte es noch rechtzeitig in einen Eimer im nahegelegenen Abstellraum. Anschließend schloss sie die Tür zum Abstellraum wieder zu. Einige Zeit später nahm die Anwohnerin laut Polizeibericht einen verbrannten Geruch in ihrer gesamten Wohnung war und schaute daher im Abstellraum nach. Beim Öffnen der Tür schlugen ihr bereits Flammen entgegen, woraufhin ein Notruf abgesetzt wurde.

Das Feuer jedoch beschädigte ein Badezimmer, den Abstellraum und große Teile des Daches sehr schwer. Folglich beläuft sich der Gesamtschaden nach derzeitigem Stand laut der Mitteilung der Polizei auf mehrere Hunderttausend Euro. Zudem muss sich die Brandverursacherin wegen fahrlässiger Brandstiftung verantworten, informierte die Polizei. Im Einsatz befanden sich rund 40 Einsatzkräfte der Feuerwehren Hornberg und Hausach sowie jeweils zwei Besatzungen von Rettungs- und Streifenwagen.

Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstiftung

Martin Huber, Abteilungskommandant von Hornberg, berichtete, dass von der Hornberger Wehr fünf Fahrzeuge und 27 Männer und zwei Frauen im Einsatz waren sowie aus Hausach die Drehleiter und ein Löschfahrzeug. Auch das Hornberger DRK war im Einsatz.

Der Alarm sei um 23.28 Uhr eingegangen, so Huber. Eine Person musste aus dem Gebäude evakuiert werden, da sie nicht gehen konnte. Das Haus stehe ziemlich alleine, daher sei die Gefahr, dass sich der Brand auf die umliegenden Gebäude ausbreiten konnte nicht sehr groß gewesen, antwortete Huber. Hätte sich der Brand, der in der Dachgeschosswohnung ausbrach, jedoch über das ganze Dach ausgebreitet, hätte die Sache anders ausgesehen. Die Brandwohnung sei durch das Feuer zerstört und die darunter liegenden Wohnungen durch Löschwasser beschädigt.

Der ausdrückliche Dank Hubers gilt dem DRK-Ortsverein Hornberg und der Feuerwehr Hausach. Außerdem bedankt er sich bei den Hornberger Einsatzkräften.

Bürgermeister Scheffold berichtete, dass es gelungen sei die Bewohner kurzfristig in Hornberger Gasthäusern unterzubringen. Zunächst sollen sie in Ferienappartements untergebracht werden. Für die ältere Bewohnerin des Hauses wurde schnell ein Kurzzeitpflegeplatz organisiert. Bei der Wohnungshilfe möchte die Stadt helfen. Die Stadt werde auch Spendenkonten für die Betroffenen bei den örtlichen Banken einrichten, so der Bürgermeister, denn durch Feuer und Löschwasser sei einiges kaputtgegangen. Die Kontodaten werde die Stadt noch mitteilen.

Info: Hilfe für die Betroffenen

Für die betroffenen Menschen müssen Wohnungen gefunden werden, dabei will die Stadt helfen, so der Bürgermeister. Wer eine Wohnung zu vermieten habe, solle sich bitte bei Angela Grieß unter Telefon 07833/7 93 40 oder per E-Mail an angela.griess@hornberg.de melden.

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