Durchkreuzt auch ein Uhu die Windpark-Pläne bei VS? Foto: Pixbay/Ute Becker/Daniel Hofer

Bis Anfang April muss die Stellungnahme des BUND, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, zu dem geplanten Windpark im Neuhäuslewald vorliegen.

Regionalgeschäftsführerin Katharina Baudis bleibt bei ihrem Statement: Ja, zur Windkraft und „gut, dass VS jetzt auch in die Windenergie einsteigt“.

 

Aber ein klares Nein kommt von ihr weiterhin zu der von der Stadt favorisierten Fläche.

Der BUND zieht jenes Terrain vor, das der Regionalverband in die Diskussions-Waagschale gelegt hat, zwar weniger windhöffig und näher an den nächsten Häusern Villingens, dafür aber nicht in einem ausgewiesenen Vogelschutzgebiet. So wie die von der Stadt auserkorene Fläche.

Uhu mischt auch noch mit

Die politischen Gremien sehen zwar eher die Argumente der Stadt und befürworten deren Vorschlag. Dies vor allem auch mit dem Hinweis auf die ersten Untersuchungsergebnisse, dass keine Spur von Auerwild gefunden worden sei, weder Kot noch Federn.

Für Baudis ist jedoch „irrelevant“, ob Spuren von Auerhühnern und Hähnen aktuell entdeckt worden seien oder nicht. Denn das Gebiet sei vom Land ausgewiesen worden, um das scheue Wild wieder anzusiedeln. Im Statement des Landesnaturschutzverbandes wird nicht nur ein schneller Umstieg auf erneuerbare Energien als dringlich betrachtet.

„Genauso ist es aber erforderlich, den Energieverbrauch insgesamt zu senken. Ohne Letzteres kann eine naturverträgliche Energiewende nicht gelingen.“ Was die städtischen Windkraft-Pläne anbelangt, bringt der LNV noch einen anderen Vogel ins Gespräch. Ein regelmäßiges Uhu-Vorkommen spreche zudem gegen die von der Stadt priorisierte Fläche im Westen.

Fläche ausdehnen

Nun stellt der LNV noch einen anderen Vorschlag zur Diskussion. Um das Terrain wirtschaftlicher und damit für potenzielle Investoren lukrativer zu machen, könnte das vom Regionalverband favorisierte Areal nach Westen hin ausgedehnt werden, bis zur Grenze des Vogelschutzgebietes.