Breitbandausbau, Innenentwicklung und verkaufsoffene Sonntage Zahlreiche Themen standen auf der Tagesordnung des Fluorn-Winzelner Gemeinderats.
Unter anderem mit dem Breitbandausbau und einem Konzept für die Innenentwicklung beschäftigte sich der Gemeinderat im Sitzungssaal des Rathauses.
Dass so viele Besucher gekommen waren, sei „sehr erfreulich“, sagte Bürgermeister Rainer Betschner zu Beginn.
Breitbandausbau
Gleich mehrere Mitarbeiter der Telekom waren zur Sitzung gekommen und gaben dem Gremium Auskunft über den geplanten Ausbau des Glasfasernetzes. Ziel sei es, die sogenannten weißen Flecken im Landkreis Rottweil zu schließen. Dabei handelt es sich um einen geförderten Ausbau vom Bund, dem Land Baden-Württemberg und den Kommunen. Insgesamt sollen mehr als 1000 Kilometer Glasfaserkabel im Landkreis Rottweil verbaut werden.
Die Arbeiten für den Ausbau in Fluorn-Winzeln haben schon begonnen, hieß es. Aktuell werde in der Kastellstraße gebaut. Nach und nach sollen im Laufe des Jahres weitere Gebiete angegangen werden. Im zweiten Bauabschnitt komme die Staffelbachstraße dran und zum Schluss sei der Bruderhausweg an der Reihe. Die „grauen Flecken“ folgen dann später, sobald genügend Haushaltsmittel für den Ausbau vorhanden sind, ergänzte Bürgermeister Rainer Betschner.
Aus dem Gemeinderat kamen auch einige kritische Nachfragen. Was der Grund für die bisherige Verzögerung gewesen sei, wollte eine Gemeinderätin wissen. Im Winter können die Arbeiten aufgrund der Kälte nicht durchgeführt werden, kam als Antwort. Deswegen gehe es erst im März wieder weiter. „Das Thema wird uns noch weiter begleiten“, kündigte der Bürgermeister an.
Konzept für Innenentwicklung
„Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ oder „Aktives Flächenmanagement“ lautete das Thema eines Vortrags zum nächsten Tagesordnungspunkt. Projektleiter Hans Eisele und Architektin Birgit Hammann von der „STEG“ waren zu Gast. Eisele gab dem Gremium einen Abriss zur Methodik, dem Zwischenstand und dem weiteren Vorgehen in Sachen Flächenmanagement. Der Hintergrund sei dabei, dass Fläche nun mal begrenzt sei und der Flächenverbrauch so gering wie möglich gehalten werden sollte.
Während die Bevölkerung wachse oder stagniere, nehme der Flächenverbrauch deutlich zu. Ziel sei es deshalb, einen Überblick zu bekommen, wo Potenzial vorhanden ist. Dafür müssten Eigentümer sensibilisiert und Strategien entwickelt werden, wie man vorhandenes Potenzial nutzen könnte. Die Kategorien reichen von klassischen Baulücken über Nachverdichtungspotenziale bis hin zu Leerständen, die eventuell genutzt werden könnten. Das Zwischenergebnis habe gezeigt, dass es in Fluorn-Winzeln etwa 30 Hektar Baufläche gibt, die man dem Wohnen zuführen könnte. Außerdem gebe es zahlreiche leerstehende Baueinheiten, die weiteres Potenzial darstellen könnten.
Am 9. April soll es eine Information für Eigentümer geben. In den Folgemonaten sollen dann Befragungen und nach Bedarf Einzelgespräche stattfinden. Im September werden die Ergebnisse dann im Gemeinderat diskutiert, so der vorgestellte Zeitplan. Ein Abschlussbericht ist für Ende 2024 vorgesehen.
Verkaufsoffene Sonntage
Der Handels- und Gewerbeverein (HGV) Fluorn-Winzeln hat bei der Gemeinde die Festsetzung von drei verkaufsoffenen Sonntagen im Jahr 2024 beantragt. Der erste soll bereits am 10. März stattfinden, informierte Hauptamtsleiterin Stefanie Grumbach. Nach dem Ladenöffnungsgesetz sind drei verkaufsoffene Sonntage je Kalenderjahr mit einer maximalen Öffnungszeit von fünf Stunden pro Termin zulässig.
Beim dritten vorgeschlagenen Termin am 17. November handelte es sich jedoch um den Volkstrauertag, was kritisch gesehen werde. Nach Rücksprache mit dem Landratsamt und dem HGV-Vorsitzenden Gerd Flaig wurde stattdessen der 10. November vereinbart. Aus Rücksicht auf die Gottesdienste finden die Termine jeweils erst ab 12 Uhr bis 17 Uhr statt.
Per Allgemeinverfügung beschloss der Gemeinderat, die drei verkaufsoffenen Sonntage am 10. März, 29. September und 10. November festzusetzen. Bei allen Terminen ist ein Rahmenprogramm mit Bewirtung und Attraktionen geplant.