Platz für neue Wohnungen und Rahmenbedingungen für das Gewerbegebiet „Fichtenäcker“ waren Thema im Gemeinderat.
Bürgermeister Rainer Betschner begrüßte Thomas Grözinger und Christian Hertkorn vom Büro Gfrörer in der Sitzung.
Die beiden informierten das Gremium über den aktuellen Stand der Bebauungspläne „Lehr – 1. Änderung“ und „2. Änderung Bebauungsplan ’Fichtenäcker’ und 2. Änderung Bebauungsplan ’Fichtenäcker – 1. Änderung und 1. Erweiterung“ sowie über die anstehende Baumaßnahme zur Erschließung der Haldenstraße.
Landratsamt gibt Anregungen
Der Gemeinderat votierte jeweils dafür, dass der Bebauungsplan als Satzung beschlossen wird. Anregungen beim Bebauungsplan „Lehr – 1. Änderung“ waren nur von Seiten der Netze BW und des Landratsamts eingegangen, informierte der Planer.
Die Anregungen seien allerdings erst bei der Erschließungsplanung und beim Ausbau zu berücksichtigen und nicht Sache des Bebauungsplans.
Baulücken schließen
Der Baubeginn für das Wohngebiet sei noch in diesem Jahr vorgesehen, sagte Grözinger. Die Erschließung folge dann im Frühjahr und im Sommer.
Das Plangebiet befindet sich am südlichen Siedlungsrand von Winzeln. Im Norden wird das Gebiet durch die Obere Lehrstraße begrenzt.
Ziel des Bebauungsplans ist es, innerörtliche Baulücken zu schließen und die Voraussetzungen für neuen Wohnraum zu schaffen.
Konflikte vermeiden
Mit der vorgeschlagenen und durch den Gemeinderatsbeschluss erfolgten Bebauungsplanänderung für das Gewerbegebiet „Fichtenäcker“ soll „die gewerbliche Entwicklung im Gebiet Fichtenäcker gesichert werden und mögliche Konflikte mit einer bisher ausnahmsweise zulässigen untergeordneten Wohnnutzung bezüglich gewerblicher Schall-, Geruchs- und Verkehrsemissionen vermieden werden“, hieß es zum Thema Gewerbegebiet „Fichtenäcker“.
Hauptamtsleiterin Stefanie Grumbach betonte, dass es sich bei der Bebauungsplanänderung um eine gesetzliche Änderung handelt, die bereits gelte.
Baukosten von 1,66 Millionen Euro
Die Vorplanung für die Erschließung der Haldenstraße stellte Christian Hertkorn vor. Aufgrund des Zustands der Straße sei eine komplette Sanierung notwendig, erklärte er. Auch die Wasserleitung werde erneuert und Leerrohre sollen verlegt werden.
Hertkorn rechnete mit Gesamtkosten in Höhe von knapp unter zwei Millionen Euro inklusive Baunebenkosten. Die reinen Baukosten belaufen sich auf 1,66 Millionen.
Günstiger Tiefbau
Die Vorplanung habe man in Auftrag gegeben, damit man wisse, was auf die Gemeinde zukomme, erklärte der Bürgermeister. Im Herbst müsse das Gremium dann je nach Haushaltslage entscheiden, wie es weitergeht.
Außerdem beschloss der Gemeinderat einstimmig die Vergabe der Tiefbauarbeiten für die Modernisierung des Regenüberlaufbeckens (RÜB) 2 an die Firma Seeger Hoch- und Tiefbau GmbH aus Loßburg.
Diese sei mit ihrem Angebot in Höhe von rund 344 532 Euro am günstigsten gewesen.