Rund 250 000 Euro wird die Felssicherung an der Mariengrotte kosten – eine große Maßnahme, die die Gemeinde Nusplingen nicht alleine stemmen kann. Aber eine Maßnahme, die sein muss, wenn Grotte und Straße weiterhin nutzbar sein sollen.
Mit der Felssicherung an der Mariengrotte kommt eine weitere große Maßnahme auf die Gemeinde Nusplingen zu. Wie Bürgermeister Jörg Alisch zusammen fasste, wurde nach den üblichen Felssicherungsarbeiten im Frühjahr von der Bergwacht dringend zur Sperrung des Bereichs geraten, da große Klüfte im Fels festgestellt wurden.
Bürgermeister Alisch sieht bei den Kosten auch die Kirche in der Pflicht
Ein hinzugezogenes Fachbüro habe anschließend alles umfassend geprüft. Alles in allem werden für die Sicherungsarbeiten rund eine Viertel Million Euro Kosten anfallen, erklärte Alisch. Die Straße sei gefährdet, die Zufahrt auch und bei größeren Felsabgängen wären letztlich auch Häuser in Gefahr. In einer gemeinsamen Sitzung mit dem Kirchengemeinderat wurde deutlich, dass sich die Kirche hier auch in der Pflicht sehe, so Alisch. Klar war für ihn, dass die Gemeinde allein diese große Maßnahme nicht leisten kann.
Zunächst müssten nun auch die Belange des Naturschutzes geprüft und untersucht werden. Bei den Sicherungsarbeiten selbst werde dann laut Jörg Alisch einige Bereiche des Felses mit einem Netz überspannt werden, das alles zusammenhalte.
Räte sind erstaunt, dass erst einmal „in Ruhe“ der Naturschutz geprüft werde
Natürlich müsse dies regelmäßig gewartet werden aber es gebe dann eine Garantie für die kommenden 50 Jahre. Sprengen sei keine Option, da anschließend noch teurere Schutzmaßnahmen notwendig wären. „Eigentlich haben wir genug andere Baustellen aber wir müssen hier unbedingt etwas tun, sonst können weder Grotte noch Straße genutzt werden“, stellte Alisch klar.
Sehr erstaunt äußerte sich Gemeinderat Willi Schreiber darüber, dass nun erst einmal in Ruhe der Naturschutz geprüft werde. Und dies, obwohl eine akute Gefahrenlage herrsche. Sein Ratskollege Michael Schlude stimmte zu: „Wie kann es denn sein, dass Fledermäuse und Eidechsen wichtiger sind als die Sicherheit der Menschen“, fragte er und stellte fest: „Da fehlt mir jedes Verständnis.“
Für Alisch war abschließend nochmals wichtig, dass die Kirche sich an den Kosten beteilige: „Die Gemeinde kann es definitiv alleine finanziell nicht leisten.“