In der Volksbank in Schömberg gibt es jetzt wieder einen Schalterbetrieb. Foto: Thomas Fritsch

Im vergangenen Jahr hat die Volksbank pur in ihrer Filiale in Schömberg den Videoservice eingeführt. Einen Schalterbetrieb gab es danach einige Zeit nicht. Das hat sich mittlerweile wieder geändert. Was ist der Grund?

Die Volksbank pur führte den Videoservice deshalb ein, damit sich die Mitarbeiter in der Filiale auf das Beratergeschäft konzentrieren können. In Zeiten von Inflation und wirtschaftlichen Krisen wird Beratung immer wichtiger. Der neue Service ist für die einst an Schaltern erledigten Dienstleistungen gedacht – zum Beispiel das Abgeben einer Überweisung. Der jeweilige Kunde geht in eine Kabine, macht die Tür hinter sich zu und drückt auf einen Knopf. Auf dem Bildschirm erscheint ein Mitarbeiter der Volksbank und hilft dem Kunden bei seinem Anliegen. Josef Schreiner, Regionalmarktdirektor der Volksbank pur für die Filialen in Schömberg, Calmbach, Büchenbronn und Dillweißenstein gab im November des vergangenen Jahres bei einem Gespräch mit unserer Redaktion zu bedenken, dass die Arbeit am Schalter ohnehin immer weniger geworden sei. Beim Videoservice seien die Mitarbeiter durchgehend von 8 bis 18 Uhr erreichbar. Schreiner räumte seinerzeit jedoch ein, dass gerade ältere Menschen Angst vor dem Videoservice gehabt hätten.

 

Einzelhandel braucht Münzgeld

Doch inzwischen hat die Volksbank pur in Schömberg den Schalterbetrieb wieder eingeführt, wie Gemeinderätin und Geschäftsfrau Ulrike Mayrhofer in der jüngsten Sitzung des Verwaltungs- und Wirtschaftsausschusses erfreut feststellte. Und weshalb ruderte die Volksbank pur zurück und hat neben dem neuen Videoservice jetzt wieder von Montag bis Freitag einen Schalterbetrieb? Marcus Gernsbeck, Pressesprecher der Volksbank pur, nannte auf Nachfrage unserer Redaktion den guten Einzelhandel in Schömberg: „Der Einzelhandel braucht Münzgeld.“ Und das bekomme man nun mal nicht über den Videoservice. Es habe in den vergangenen Wochen viele Gespräche mit Kunden gegeben. Die regionalen Beiräte des Geldhauses hätten diesen Kundenwunsch an die Verantwortlichen der Bank herangetragen. Deshalb habe die Volksbank in Schömberg reagiert, so Gernsbeck: „Die Argumente sind richtig.“