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Geislingen Kitas werden in zwei Schritten teurer

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Gute Betreuung gibt es nicht gratis: Geislingen erhöht die Elternbeiträge. Symbolfoto. Foto: Nietfeld

Geislingen - Andernorts bangen Eltern, ob ihre Kinder einen Kita-Platz bekommen. In Geislingen kann der erwartete Bedarf laut Stadtverwaltung im Kita-Jahr 2017/18 hingegen gedeckt werden. Die Betreuung wird aber teurer werden.

In den städtischen Einrichtungen sowie im katholischen Kindergarten werden im Herbst 180 Plätze für Kinder ab drei Jahren (Ü3) und 58 für Kinder unter drei Jahren (U3) bereitstehen. "Vollversorgung im Ü3-Bereich", so hat es Hauptamtsleiter Steve Mall am Mittwoch dem Gemeinderat berichtet.

Zum 1. März sollen durch den neuen Wald- und Naturkindergarten 20 weitere Ü3-Plätze hinzukommen. Diese sind auch notwendig, denn die Kindergärten in der Kernstadt sind weitgehend ausgelastet, wie der Bericht über die Belegungszahlen gezeigt hat.

Entspannter ist die Lage im "Regenbogen" in Binsdorf und Erlaheim. Die Idee, auf die zusätzliche Gruppe zu verzichten, ist für Bürgermeister Oliver Schmid aber "wenig zielführend". Er argumentierte gegen Überlegungen der Gemeinderäte Hans-Jürgen Weger und Wolfgang Pauli; diese hatten angefragt, ob nicht eine Verschiebung des Öffnungstermins um drei Monate (Weger) oder gar ein Verzicht auf den Naturkindergarten (Pauli) möglich wäre. In dem Fall, so Schmid, müssten Geislinger Eltern ihre Kinder nach Binsdorf oder Erlaheim fahren, damit die Stadt den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz erfüllen kann.

Dagegen spricht auch, dass der 1. März Stichtag für Zuweisungen des Landes für belegte Kita-Plätze ist, wie Steve Mall erläuterte. Wenn dann für den Naturkindergarten keine Plätze gemeldet würden, gäbe es für das ganze Jahr nichts. "Bares Geld würde uns verloren gehen."

Zeit für Organisatorisches

Der Gemeinderat hat nicht nur Prognosen und Bedarfsplanung zustimmend zur Kenntnis genommen, sondern für zwei weitere Jahre eine organisatorische Entlastung der Betreuungseinrichtungen gebilligt: Je Gruppe, für die sie zuständig sind, werden die Kita-Leiterinnen weiterhin zu 12,5 Prozent von ihren erzieherischen Aufgaben freigestellt.

Dass die Führungspersonen die Verwaltungsaufgaben nicht zusätzlich neben der Arbeit in den Gruppen erledigen müssen, soll helfen, die Qualität der Kinderbetreuung zu gewährleisten – und zusätzliche Projekte erlauben. Das lässt sich Geislingen bis zum 31. Juli 2019 jährlich rund 85 000 Euro zusätzlich kosten.

Bessere Kostendeckung

Nicht nur die Ausgaben für die Betreuung sollen steigen, sondern auch die Einnahmen, um die Kosten teilweise zu decken. Deshalb hat der Gemeinderat einer Anhebung der Elternbeiträge in zwei Schritten zugestimmt. Zwischen drei und 44 Euro mehr – abhängig von Art und Dauer der Betreuung – müssen Familien monatlich bezahlen. Ziel des Beschlusses ist es im Wesentlichen, Zusatzkosten infolge der Tarifabschlüsse auszugleichen, die die Mitarbeiterinnen höher eingruppiert haben. Deshalb müssen die Beiträge im kommenden Kita-Jahr um acht Prozent erhöht werden. Für 2018/19 sind nochmaly drei Prozent plus bei Ü3 und sechs Prozent bei U3 vorgesehen.

Die örtlichen Betreuungseinrichtungen bezuschusst die Stadt Geislingen jährlich mit insgesamt rund 750 000 Euro. Der Deckungsgrad durch die Elternbeiträge liegt bei rund 14 Prozent – das ändert sich durch die Erhöhung nicht.

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