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Geislingen Fleiß als höchste Tugend im Beruf

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Das Brass-Ensemble des Musikvereins Geislingen spielt. Foto: Schwarzwälder Bote

67 Handwerker und Dienstleister, die vor 50 Jahren erfolgreich ihre Meisterprüfung abgeschlossen haben, haben am Dienstag in der Geislinger TSV-Halle den "Goldenen Meisterbrief" ausgehändigt bekommen.

Geislingen. "Das ist die schönste Veranstaltung im Jahr", so der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Jürgen Greß. Und auch der Vorstandssprecher der Raiffeisenbank Geislingen-Rosenfeld, Thomas Merz, fand lobende Worte für die Handwerker: "Ich habe großen Respekt vor Ihrem Fleiß und Ihrer Schaffenskraft in dem letzten halben Jahrhundert."

Fleiß, Verständnis, Toleranz, Weitsicht, Mut und Begeisterung seien die tragenden Eigenschaften in deren Berufsleben gewesen. Ohne Fleiß hätten die Handwerker den Meisterbrief vor 50 Jahren nicht erhalten. Sie hätten oft Verständnis für Kunden, Vorgesetzte und Mitarbeiter aufzubringen, denn durch Verständnis könnten Konflikte vermieden oder entschärft werden.

Weitsicht und unternehmerisches Denken und Handeln gehörten ganz eng zusammen, denn Weitsicht brauche auch Mut zu riskanten und unpopulären Entscheidungen.

Ohne Begeisterung für eine Sache könne im Leben nichts erreicht werden, würdigte Kreishandwerksmeister August Wannnenmacher die Lebensleistung der Ausgezeichneten. "Geben Sie Ihre Begeisterung nicht auf und lassen Sie andere an ihr teilhaben, gestalten Sie Ihr Leben bewusst, individuell und in dem sicheren Bewusstsein, dass der Goldene Meisterbrief Ausdruck von Fleiß, Verständnis, Toleranz, Weitsicht, Mut und Begeisterung ist", gab er den Jubilaren mit auf den Weg.

Der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Reutlingen, Joachim Eisert, blickte auf das Jahr 1969 zurück, als der erste Mensch auf dem Mond landete, Fachkräftemangel herrschte, die Zahlungsmoral des Kunden mitunter schlecht war. 87 Prozent der Lehrlinge hatten damals einen Hauptabschluss. Heute haben 14 Prozent der Lehrlinge Abitur. "Vor 50 Jahren vermehrten Sie ihr Fachwissen enorm, um den Anforderungen und Erwartungen eines Meisters gerecht zu werden. Mit Tatkraft und Zuversicht nahmen Sie ihre Zukunft in die Hand und entwickelten sich zu wahren Allroundern", sagte Eisert, der die Wiedereinführung der Meisterpflicht in zwölf Berufen begrüßte, da dadurch die Bedeutung des Meisters in der Gesellschaft und im Gemeinwesen herausgehoben werde.

Die Ehrung wurde musikalisch vom Brass-Ensemble des Musikvereins Geislingen umrahmt.

 Maurer: Arnold Welte (Erlaheim)

 Stuckateur: Rupert Linder (Ebingen)

 Fliesenleger: Hermann Huonker (Täbingen)

 Damenschneiderin: Juliane Stingel (Dürrwangen)

 Elektroinstallateur: Eugen Zahner (Oberdigisheim)

 Fleischer: Ludwig Beck (Grosselfingen), Wilfried Kolbus (Ebingen), Günter Weiler (Hechingen, Ehrenobermeister)

 Bäcker: Josef Alex (Bad Imnau), Walter Gothe (Tailfingen), Xaver Kanz (Gauselfingen), Xaver Leipold (Wessingen)

 Friseure: Manfred Daum (Frommern), Karl-Heinz Haid (Bad Imnau), Emilie Locher (Winterlingen), Günter Scheurer (Tailfingen)

 Glaser: Karl Benzing (Balingen)

 Karosserie- und Fahrzeugbauer: Richard Hirschberger (Geislingen)

 Gas- und Wasserinstallateure: Friedrich Tenholter (Rangendingen), Emil Rudolph (Hechingen)

 Kraftfahrzeugmechaniker: Dieter Bosch (Tailfingen), Paul Gscheidle (Margrethausen), Willi Güttinger (Winterlingen), Detlef Koblitz (Laufen), Theo Maas (Haigerloch), Karl Maier (Tailfingen), Friedrich Merkle (Bitz)

 Maler und Lackierer: Roland Holweger (Leidringen), Alwin Kramer (Horb)

 Elektromechaniker: Manfred Fuoß (Rosenfeld, Ehrenobermeister)

 Feinmechaniker: Christian Ruff (Gruol), Hans Winz (Bittelbronn)

 Mechaniker: Leo Demandt (Balingen), Fritz Flad (Burladingen-Hausen i. K.), Willi Fritz (Frommern), Peter Gastel (Lautlingen), Ewald Hamann (Ebingen), Walter Haug (Burladingen), Karl Haux (Ebingen), Peter Hildebrand (Ebingen), Peter Neumann (Thanheim), Kurt Pfeiffer (Tailfingen), Engelhard Reiser (Nusplingen), Manfred Renner (Geislingen), Egon Stingel (Dürrwangen), Peter Widmaier (Rangendingen), Adolf Witte (Rangendingen)

 Werkzeugmacher: Hans-Peter Boss (Rangendingen), Thomas Eger (Weildorf), Bernhard Pfister (Hart)

 Raumausstatter: Paul Gerhard Maier (Tailfingen), Herbert Schaudt (Winterlingen)

 Schuhmacher: Franz Sommer (Haigerloch)

 Schreiner: Anton Amann (Geislingen), Anton Flaiz (Gruol), Siegfried Leopold (Frommern), Siegfried Letze (Rosenfeld), Willi Kurt Maier (Pfeffingen), Hans-Ulrich Pongs (Hechingen), Paul-Fritz Riester (Jungingen)

 Zimmerer: Jörg Ott (Bickelsberg)

 Augenoptiker und Uhrmacher: Hermann Fritz (Meßstetten), Bernhard Nies (Balingen)

 Fotograf: Klaus Koelle (Weilstetten)

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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