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Geislingen Einsätze wie sonst in einem Jahr

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Foto: Schnurr Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Wolf-Ulrich Schnurr

"Bis Ende Juni hatten wir bereits so viele Einsätze wie sonst in einem ganzen Jahr", berichtet Michael Wolfram. Mittlerweile werde das Geislinger Rote Kreuz fast täglich alarmiert, so der Ortsvereinsvorsitzende.

Geislingen. Bis Anfang Juli ist die Bereitschaft des DRK Geislingen schon rund 180 Mal ausgerückt. Vom älteren Mitbürger, der aus seinem Bett gefallen ist bis zum tödlichen Unfall während der Fasnet war fast jede Art von denkbarem Notfall dabei.

Im gesamten Jahr 2015 wurden die Geislinger Rotkreuzler 225 Mal gerufen. Zum Vergleich: Bis Juni 2016 sei das örtliche DRK allein im Stadtgebiet Geislingen allein 141 Mal im Einsatz gewesen, sagt Wolfram. Das entspreche einer Steigerung der Einsatzzahlen um 27 Prozent – das sei "besorgniserregend".

Allein bei sieben teils schweren Verkehrsunfällen waren DRK-Helfer vor Ort. Drei Menschen mussten wiederbelebt werden, 23 Patienten hatten Herzprobleme. Hinzu kam eine große Zahl häuslicher Unfälle, Stürze, Kindernotfälle und Verletzungen in Wald und Garten.

Wann immer etwas passiert, eilt das Rote Kreuz zuhilfe

Und das sind bloß die Kernaufgaben: Wenn ein Radfahrer in unwegsamem Gelände stürzt, kommt die Bergwacht – und das DRK fährt die erforderliche Rettungstrage zum Einsatz. Wird ein Mensch vermisst und gesucht, leistet das DRK technische Hilfe, ebenso springt man ein, wenn es beim Kreisverband zu personellen Engpässen kommt. Nicht zuletzt steht der Rettungswagen im Geislinger Mehrzweckgebäude. Und wenn es irgendwo brennt, müssen immer auch die Sanitäter bereitstehen.

In manchen Nächten müssten die Rotkreuzler zwei Mal raus, so Wolfram. Zwar verteile man das auf viele Schultern – das Geislinger DRK hat derzeit 70 ausgebildete Helfer, von denen 40 im Notfall bereitstehen. "Aber das ist schon belastend." Denn alle Geislinger Rotkreuzler sind Ehrenamtler und leisten diesen Dienst für die Gemeinschaft neben ihrem Beruf.

Der Ortsvereinsvorsitzende Wolfram ist stolz auf "seine" Rotkreuzler, insbesondere Bereitschaftsleiter Christian Schluck. Der sei zwar sehr gefordert, organisiere die vielen Einsätze aber mit Geduld und großer Gelassenheit.

Den teils sehr jungen Rotkreuzlern zollt ihr Vorsitzender Anerkennung: "Die machen einen tollen Job." Und das, obwohl manche Einsätze seelisch sehr belastend seien – etwa die beiden Todesfälle in diesem Jahr in Binsdorf.

Die Helfer könnten aber jederzeit auf die Unterstützung der Notfallseelsorge des DRK-Kreisverbandes bauen. Außerdem gebe es Nachbesprechungen bei den Dienstabenden, zu denen auch die Notfallseelsorger, Pfarrer aus dem Zollernalbkreis, kämen.

Dass das Engagement der Helfer bei den Einwohnern Anerkennung findet, zeigt sich etwa an finanzieller Unterstützung. So wurden unlängst zwei Kohlenmonoxid-Melder gespendet, die die Sicherheit der DRK-Helfer bei Einsätzen in Gebäuden erhöhen. Und im Vorjahr hat die Binsdorfer Vereinsgemeinschaft die Anschaffung zweier neuer Rettungskoffer ermöglicht – Stückpreis knapp 1500 Euro.

Spenden und andere Unterstützung sind nicht nur angesichts der hohen Zahl von Einsätzen erforderlich: Neue Mitglieder mit Alarmmeldern, Bekleidung und Rettungskoffern auszurüsten "kostet richtig Geld". Geld, das aber für die Gesundheit der Geislinger, Binsdorfer und Erlaheimer gut angelegt ist.

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