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Gegendemo in Balingen Corona-"Querglauber" bekommen Widerspruch

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"Weil Applaus nicht reicht" ist auf einem Plakat an dem Stand zu lesen, den Vertreter der Partei "Die Partei" sowie der "Freunde der Faktizität" am Montag in Balingen aufgestellt haben. Sie sammelten dort Spenden fürs Klinikpersonal und wollen von nächster Woche an auch mit einer Demo ein Zeichen gegen Corona-"Querglauber" setzen. Foto: Maier

Vertreter der Partei "Die Partei" sowie der Initiative "Freunde der Faktizität 7433" werden nun in Balingen gegen die sogenannten Corona-Querdenker und die aktuellen "Lichertspaziergänge" in der Innenstadt aktiv. Am Montag hatten sie einen Stand auf dem Marktplatz aufgebaut, nächste Woche soll es eine Versammlung geben. Die Hintergründe lesen Sie in unserem (SB+)-Artikel.

Balingen - Ein rotes Zelt steht am Montagnachmittag auf dem Balinger Marktplatz – geht es nach den Vertretern der Partei "Die Partei" sowie der Initiative "Freunde der Faktizität 7433", war es nicht das letzte Mal: Sie sammeln dort Spenden fürs Klinikpersonal und wollen auch mit einer Demo ein Zeichen gegen Corona-"Querglauber" setzen.

Spenden gehen an Klinik-Personal

Nach rund einer Stunde war der erste Korb schon voll: Kaffee, Süßigkeiten, Tee. Unter anderem war Heide Bartholomae am Stand vorbeigekommen, die Koordinatorin der "Grünen Damen und Herren am Zollernalb Klinikum", und hatte ein Kilo Kaffeebohnen abgegeben. Dominik Ochs, Kreisvorsitzender und Bundestagskandidat der aus der Satire-Zeitschrift "Titanic" hervorgegangenen "Partei", sowie Boris Retzlaff als Vertreter der "Faktizitäts"-Freunde nahmen alles dankbar entgegen. Noch dankbarer dürften die Ärzte und Pfleger des Klinik-Personals sein: An sie werden die Spenden weitergeleitet. Ochs sieht das als Zeichen der Wertschätzung für all jene, die tagtäglich, besonders aber in der derzeitigen Coronalage schwere Arbeit leisten. "Weil Applaus nicht reicht", war auf einem Plakat zu lesen, das an dem roten Stand angebracht war.

Signal gegen Corona-Zweifler

Außer als Zeichen des Danks wollten die Initiatoren aber auch ein Signal des Protests gegen Corona-Zweifler setzen. Anlass in Balingen sind die "Lichterspaziergänge", die seit Anfang November immer montagabends in der Innenstadt über die Bühne gehen. Zu deren Teilnahme rufen etwa die Ortsgruppe Zollernalb des Vereins "Eltern für Aufklärung und Freiheit" sowie Gruppen wie die "Freiheitsboten", "Querdenken 7433" und die "Corona Aufklärer" auf. Bis Ende des Jahres wollen sie in Balingen gegen die ihrer Meinung nach unverhältnismäßigen Corona-Maßnahmen demonstrieren.

Birgit Müller und Boris Retzlaff riefen als Reaktion auf die "schockierende" Kundgebung vergangene Woche spontan die "Freunde der Faktizität 7433" ins Leben. Der Name der Vereinigung nimmt Bezug auf die regionale Gruppe "Querdenken 7433", wobei Retzlaff stattdessen von "Querglaubern" spricht, denn mit rationalem Denken hat deren Tun seiner Meinung nach nichts zu tun. Dem Irrglauben, wonach es Corona wahlweise nicht gebe beziehungsweise eine große Verschwörung mächtiger Eliten zur Unterdrückung der Bevölkerung sei, wolle man, sagte Retzlaff am Montag, Logik, Vernunft und Wissenschaft entgegensetzen. "Die ›Querdenker‹ stehen für alles, wogegen wir sind", so Retzlaff.

"Schweigende Mehrheit der Vernünftigen" zieht auf die Straße

Ebenso als Gegenpol haben "Die Partei" sowie die "Freunde der Faktizität" nun auch eine eigene Kundgebung angemeldet: Für die "schweigende Mehrheit der Vernünftigen" (Retzlaff) soll diese erstmals am Montag nächster Woche, 23. November, stattfinden, zeitgleich (Beginn 19 Uhr) wie der "Lichterspaziergang". Wegen der Route sei man derzeit in Kontakt mit der Polizei und dem Balinger Ordnungsamt, sagt Dominik Ochs. Die Innenstadt rund um den Marktplatz sei ja "leider", so Retzlaff, von den "Querglaubern" schon belegt.

Der Treffpunkt zur Versammlung steht indes fest: der Viehmarktplatz. Der Aufruf zur Teilnahme ist derweil ganz coronakonform: "Bitte kommen Sie nicht"!, heißt es da. Wenn 20 Menschen kämen, wäre das für die Veranstalter schon ein Erfolg. Schließlich wolle man das Infektionsgeschehen nicht, wie durch die "Lichterspaziergänge", noch befeuern.

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