Beim Zweckverband Gasfernversorgung Baar freut man sich über ein positives Jahresergebnis. Foto: © Magnascan – Pixabay

Der Zweckverband Gasfernversorgung Baar kann mit einem positiven Jahresergebnis von knapp 870 000 Euro aufwarten.

Schwarzwald-Baar-Kreis - "Wir freuen uns über ein sehr positives Ergebnis 2021 und vor allem über einen deutlichen Kundenzuwachs von knapp elf Prozent", erklärt Geschäftsführer Gregor Gülpen in der Verbandsversammlung des ZVB in Donaueschingen.

Billiganbietern getrotzt

Der ZVB tätigte im Geschäftsjahr 2021 Investitionen von rund 1,5 Millionen Euro. In Zahlen ausgedrückt: Es wurden 113 neue Hausanschlüsse im Netzgebiet verlegt und 185 Schieber eingebaut. In seinem Jahresabschlussbericht erklärte Gregor Gülpen: "Wir sind unterm Strich sehr gut durch die Corona-Pandemie gekommen und konnten zu jeder Zeit die Versorgung unserer Kunden sicherstellen. Das ist nicht selbstverständlich, denn zum Jahresende haben viele Billiganbieter ihre Bilanzkreise gekündigt und somit ihren Kunden nicht mehr mit Gas beliefert. Als Grund- und Ersatzversorger haben wir diese Kunden sehr gerne aufgenommen und haben sie nicht im Kalten sitzen lassen", so Gregor Gülpen.

"Auch die stark gestiegenen Beschaffungspreise an den Energiemärkten waren eine Herausforderung, sodass wir zum 1. März 2022 eine Preisanpassung in den Tarifen vornehmen mussten. Zum 1. Juli 2022 werden wir nun die bislang zweigleisigen Tarife in der Grundversorgung zusammenführen. Wir freuen uns über das sehr erfreuliche Ergebnis 2021, haben aber durch die derzeitige politische Lage große Herausforderungen in der Zukunft zu meistern. Als ZVB werden wir diese aber gemeinsam angehen und sehen es als Chance, ein neues erfolgreiches Kapitel in der 87-jährigen Geschichte des ZVB aufzuschlagen", so Gregor Gülpen.

550 000 Euro vom erwirtschafteten Jahresüberschuss werden an Rücklagen gebildet, rund 317 000 Euro werden an die Verbandsmitglieder pro Rata ausgeschüttet.

Info: Die Anteile

Die Anteile am Zweckverband Gasfernversorgung Baar (ZVB) staffeln sich wie folgt: Bad Dürrheim (17,63 Prozent), Donaueschingen (31,73 Prozent), Bräunlingen (4,81 Prozent) und die Stadtwerke Villingen-Schwenningen (45,83 Prozent).