Die Gästezahlen in Schenkenzell sind nicht mehr auf dem Niveau wie in den Jahren vor Corona. Die Verwaltung bleibt aber zuversichtlich und sammelt nun Ideen für neue Attraktionen, mit denen wieder mehr Touristen angelockt werden sollen.
Der Tourismus in Schenkenzell ist noch nicht auf Vor-Corona-Niveau. Mit verschiedenen Konzepten und Ideen sollen die Gästezahlen gesteigert werden. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats legte Bürgermeister Bernd Heinzelmann die von Tourist-Infoleiter Colin Ring erstellten Tourismus-Zahlen des vergangenen Jahrs dar.
Dem zufolge bieten 18 Vermieter 246 Betten an. Mit 9135 Ankünften wurde das Ergebnis aus 2022 (10 177) und vor Corona (10 186) deutlich verfehlt. Dadurch lagen auch die Einnahmen der Kurtaxe mit 22 200 Euro unter denen vom Vorjahr (24 400 Euro) und von 2018 (27 100 Euro).
Trend zum Urlaub im Inland hat wieder nachgelassen
Die Auslastung der Vermieter lag im Jahresdurchschnitt bei 24,6 Prozent, geringfügig besser als in 2022 (24,5 Prozent) und deutlich schlechter als 2018, wo eine Quote von 29,6 Prozent erzielt wurde. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 2,24 Tage. Mit 2,9 Tagen Verweildauer hatte das Corona-Jahr 2020 einen Höchstwert zu verzeichnen. „Das lag daran, dass die Menschen mehr Urlaub im eigenen Land verbrachten, weil sie Bedenken hatten, ins Ausland zu reisen. Dadurch verzeichneten insbesondere Schwarzwaldgemeinden einen hohen Andrang an Gästen. Inzwischen hat dieser Trend leider wieder nachgelassen“, bedauerte der Bürgermeister.
Konzept für Überarbeitung der „Kaltbrunnrunde“
Mit den aktuellen Kapazitäten an Betten sei es aber möglich und erstrebenswert, die Gästezahlen wieder zu steigern. So zum Beispiel durch die Anschaffung eines Wackelfloßes für den Flößerspielplatz im Bereich „Heilig-Garten“, mit dem dieser um eine Attraktion reicher werde. Derzeit sei die Verwaltung daran, Ideen zu sammeln und ein Konzept für die Überarbeitung der „Kaltbrunnrunde“ zu entwickeln. Diese interessante Wanderstrecke mit Kräuterwiesen und Wildbienen werde von Feriengästen wie von Einheimischen gleichermaßen gut angenommen.
Bei den aktiven Vermietern blieb die Zahl mit 18 seit 2021 konstant. Davor waren es vier mehr. Die Bettenkapazitäten, die in den Corona-Jahren auf 286 Betten kurzzeitig gestiegen sind, sind nach dem Wegfall von starken Vermietern mit 246 auf den Vor-Corona-Stand zurückgekehrt. „Wir können zuversichtlich sein, dass auch die Saison 2024 viele Gäste nach Schenkenzell locken wird und unsere wiederkehrenden Urlauber erneut unsere Gemeinde als Ferienort wählen“, war sich Heinzelmann sicher.
Gästeehrungen in mehreren Unterkünften
Dabei stützte sich der Bürgermeister auch auf Gästeehrungen in den Unterkünften Hanselishof, Rinkenbachhof und Pension Müller für 20 Jahre, 30 Jahre und 50 Jahre.