Eine der entscheidenden Szenen – Leander Vochatzer muss nach der "Ampel" raus. Foto: Eibner

Regionalliga: Gelb-Rot für Klostermann und Vochatzer beim 0:1 eine zu hohe Hypothek. 

Zum ersten Mal in diesem Jahr hat Fußball-Regionalligist TSG Balingen Punkte verpasst. Beim FC 08 Homburg unterlag das Team von Cheftrainer Martin Braun am Sonntag verdient mit 0:1 (0:0).

Des einen Freud, des anderen Leid – im Waldstadion in Homburg sind am Sonntagmittag zwei Serie gerissen. Während die TSG Balingen nach vier Siegen in Folge geschlagen vom Platz ging, feierten die Gastgeber nach langer Durststrecke wieder einmal ein Erfolgserlebnis.

Nur noch neun Mann

Das Tor des Tages erzielte Homburgs Joker Marcel Carl in der 77. Minute, als er mit seinem ersten Ballkontakt einen guten Angriff des FCH über den ebenfalls eingewechselten Loris Weiß und Philipp Hoffmann mit einem Schuss aus der Drehung vollstreckte.

Der entscheidende Treffer fiel, als sich die Braun-Elf den Offensivbemühungen der Saarländer nur noch mit neun Mann entgegenstellen durfte. Schon früh mit der gelben Karte vorbelastet (3. Minute), trat Simon Klostermann in der 34. Minute Homburgs Defensivspieler Maurice Springfeld auf der rechten Balinger Angriffsseite in die Beine – ohne eine Chance, an den Ball zu kommen –, und sah vom Mannheimer Referee Christian Ballweg folgerichtig Gelb-Rot. Unter die Kategorie "Wer braucht denn sowas?" fiel die Aktion des ebenfalls schon verwarnten Leander Vochatzer, als er Patrick Dulleck wegräumte (72.) und ebenfalls per Ampelkarte vom Feld musste.

"Es ist immer ärgerlich, ein Spiel zu verlieren, aber unter diesen Bedingungen, könne wir uns darüber nicht beklagen. Die beiden unnötigen Platzverweise sind aber auch der Unerfahrenheit geschuldet. Es war eh schon klar, dass es gegen eine Mannschaft wie Homburg schwierig wird", sagte TSG-Trainer Braun nach dem Spiel.

Nach 0:1 setzt Braun alle auf eine Karte

Die Gastgeber bestimmten die Partie über die kompletten 90 Minuten, allerdings zeigte sich die Balinger Defensive ebenso wie Keeper Julian Hauser wieder einmal voll auf der Höhe und hielt dem Ansturm der Platzherren lange Zeit stand. Im Verglich zur TSG, die allein durch Marc Pettenkofer (25.) nach einen klasse Chipball von Vochatzer eine wirklich gute Gelegenheit verzeichnete, hatten die Hausherren einige 100-prozentige Einschussmöglichkeiten.

Nach dem 0:1 setzte TSG-Coach Braun alles auf eine Karte, wechselte Offensivspieler Tobias Dierberger ein. Doch die Hoffnungen auf dem Lucky-Punch blieben unerfüllt – Homburg setzte sich am Ende verdient mit 1:0 durch.

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