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Fussball SV Villingendorf verpasst Anschluss

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Auch wenn sich der SV Villingendorf in Lauterbach nach 0:2-Rückstand noch einen Punkt sicherte, hatte sich Trainer Thiemo Martin von seinem Team mehr erhofft. Foto: Müller Foto: Schwarzwälder Bote

Beim Blick auf die Tabelle der Bezirksliga im WFV-Schwarzwald scheinen die entscheidenden Fragen schon vor Beginn der Winterpause geklärt. Meister wird die SpVgg Trossingen und der Kreis der möglichen Abstiegskandidaten grenzt sich derzeit auf vier ein.

Somit eine sorgenfreie Liga für die meisten? Nur auf den ersten Blick. Selbst wenn es darum geht, wer als Vize über die Ziellinie gehen könnte, gibt es aktuell mit dem SV Villingendorf nur eine Mannschaft, die dem Spitzenreiter zumindest in Reichweite folgt. Danach ein großer Bruch oder positiv gesehen, ein breites Mittelfeld, dass für spannende Positionskämpfe garantiert. Am kommenden Wochenende pausiert der von Rosario Vetere trainierte Tabellenführer aus Trossingen.

Das wäre die Chance für den SV Villingendorf gewesen, bis auf einen Zähler an die SpVgg heranzurücken. Doch die Mannschaft von SVV-Coach Thiemo Martin patzte beim 3:3 in Lauterbach, ließ aus Sicht des Coachs zwei wertvolle Punkte liegen. Immer wieder, nicht nur erst seit dieser Saison, hadert Thiemo Martin damit, dass seine Mannschaft nicht ihr Potenzial abruft, um konstante Leistungen zu bringen.

Ein Wechselbad der Gefühle, geradezu prädestiniert als Beispiel, seit Thiemo Martin Trainer bei SV Villingendorf ist, war der Verlauf der Partie in Lauterbach. Da war alles drin. Fehlerquellen, die zum 0:2-Rückstand führten, und dann die Fähigkeit des SVV, innerhalb von Minuten absolute Qualität abzurufen, um ein Spiel zu drehen. Entscheidenden Anteil hatte dabei Vincent Krüger.

Der 26-jährige Top-Torjäger befindet sich in der "Form seines Lebens", darf keine Sekunde aus den Augen gelassen werden, denn sonst schlägt er zu. So auch in Lauterbach, als die Gäste innerhalb von fünf Minuten die Begegnung drehten. Nach dem 2:1 durch Nikolai Brucker sorgte Krüger für die 3:2-Führung des SV Villingendorf. "Am Sonntag haben wir uns das Spiel in den ersten 20 Minuten kaputt gemacht, waren unaufmerksam, zum Teil überheblich", ärgerte sich SVV-Trainer Thiemo Martin zunächst über den Auftritt seiner Mannschaft in Lauterbach.

Dennoch hatte er Vertrauen in sein Team: "Ich wusste aber, dass es selbst nach dem 0:2 noch lange nicht vorbei war. Auf dem engen Kunstrasen kann es ganz schnell gehen, die Reaktion war dann top. Lauterbach hat es wirklich nicht schlecht gemacht, haben sich gewehrt und vor allem ein sehr mutiges Aufbauspiel betrieben, das machen die wenigsten."

Zwei verlorene Punkte sind es für den SV Villingendorf trotzdem. "Für uns war viel mehr drin, hatten genug Möglichkeiten, leider sollte es am Sonntag nicht sein. Trossingen interessiert uns nicht, wir schauen auf uns, nur das können wir beeinflussen. Unsere volle Konzentration liegt auf dem nächsten Spiel gegen Renquishausen", so SVV-Trainer Martin.

Zu einem im Vorfeld nicht unbedingt zu erwartenden deutlichen Erfolg kam die SpVgg Bochingen. Mit 5:2 wurde die SG Schramberg/Sulgen besiegt. Der "Schönheitsfehler" mit dem zweiten Treffer der Gäste kurz vor Abpfiff trübte das Ergebnis zwar etwas, dennoch zeigte sich Holger Banholzer zufrieden. Aufgrund der Witterungsbedingungen und dem schwierigen Geläuf auf dem Bochinger Platz zählten für ihn "nur die drei Punkte", hakte Banholzer das Spiel schnell ab. "Das war die richtige Antwort auf unser Spiel in Winzeln", denn wie die SpVgg Bochingen sich da "abkochen" ließ, wirkte für ihn noch stärker nach, da diese Niederlage unnötig gewesen sei. "Das war eine Pleite", formulierte Banholzer klar. Unter seiner Regie legte die SpVgg Bochingen einen Start hin, der sie in eine sorgenfreie Zone führte, wie seit Jahren nicht. Ohne Patzer könnte die Truppe um Kapitän Florian Schlotter sogar an Platz drei schnuppern.

Auch aufgrund der "katastrophalen Platzverhältnisse" zeigte sich Holger Banholzer erleichtert, dass seine Mannschaft so klar gegen die SG Schramberg/Sulgen gewann. Praktisch nach einer Stunde war die Partie bei einer 5:0-Führung entschieden. Entscheidenden Anteil hatte dabei Ugur Akbaba, der drei Treffer erzielte. Doch dieser Zwischenstand entsprach nicht dem eigentlichen Verlauf. Vor dem Rückstand hätte die SG Schramberg/Sulgen selbst 2:0 führen können. Doch die Angreifer der Gäste, ob Arber Krasniqi oder Kevin Haxha, verstanden es nicht aus besten Positionen oder nur zwei Meter vor dem Bochinger Tor, das "Runde in das Eckige" zu befördern. Das war der Knackpunkt in dieser Partie – die Effektivität der SpVgg Bochingen.

SpVgg-Trainer Banholzer erwartet mehr Konstanz bei den Leistungen seiner Mannschaft. "Wir müssen so schnell wie möglich schauen, dass wir die 30-Punkte-Marke erreichen", dann sieht er auch realistische Chancen, dass sich die SpVgg Bochingen in der oberen Tabellenhälfte etabliert.

"Unser Kader ist groß genug. Wir haben auch viele junge Spieler, die wir einbauen wollen, möchten wir damit die gute Jugendarbeit im Verein belohnen. Auch wenn der eine oder andere doch ins kalte Wasser springen muss, um sich zu bewähren", sieht Holger Banholzer die SpVgg Bochingen auf einem guten Weg.

Mit 43 Gegentoren hat die SG Schramberg/Sulgen die anfälligste Abwehr in der Bezirksliga. Dies wurde beim Auftritt in Bochingen deutlich. Dazu die Abschlussschwäche vor dem gegnerischen Tor, das sind die Fakten, dass die Mannschaft von Trainer Robert Voulgaridis den Blick nach unten richten muss. Für ihn eigentlich nicht nachvollziehbar, wie die Spielgemeinschaft in der Anfangsphase anstatt in Führung zu gehen, nach einer Stunde 0:5 im Hintertreffen lag.

Bei Ballverlust, gerade auch bei eigenen Tormöglichkeiten, war der SG-Trainer mit dem Abwehrverhalten seiner Mannschaft nicht einverstanden. Ein Übriges taten die Platzbedingungen dazu. Hier vermisste Voulgaridis die nötige Einstellung seiner Spieler in der Vorbereitung, welches Schuhwerk auf so einem Geläuf erforderlich sei, "wenn man weiß, dass es ein tiefer Platz ist." Mangels Standfestigkeit "sind viele von uns nur rum gerutscht."

Dabei sah Coach Voulgaridis die SG Schramberg/Sulgen "als gleichwertigen Gegner, vor allem in der zweiten Halbzeit. Aber wenn beim Gegner jeder Schuss ein Treffer ist..." Positiv nimmt Voulgaridis dennoch mit: "Zumindest hat die Mannschaft Reaktion gezeigt, sich nicht hängen lassen und noch etwas aufgeholt."

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