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Fußball SV Rangendingen: "Mit unserem Kader bin ich hochzufrieden"

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Spielertrainer Manuel Pflumm will mit seiner verjüngten Mannschaft in der Bezirksliga Zollern wieder vorne mitspielen. Foto: Renner

Vor einem Jahr heuerte der langjährige Balinger Kicker Manuel Pflumm bei Fußball-Bezirksligisten SV Rangendingen an und holte mit den Double gleich das Maximum heraus. Vor der kommenden Runde, die am Sonntag mit einem Heimspiel beginnt, zählt der SVR natürlich zu den Meisterschaftsfavoriten.

Der SV Rangendingen hat seine womöglich erfolgreichste Saison mit dem Double aus Meisterschaft und Pokalsieg hinter sich. Wie fühlt sich das an? Welche Faktoren führten zu diesem Erfolg?

Manuel Pflumm: "Im ersten Jahr gleich das Double zu holen, fühlt sich natürlich super an. Der tolle mannschaftliche Zusammenhalt, die Einstellung jedes einzelnen Spielers wie auch die Unterstützung von Seiten der Verantwortlichen waren ganz sicher entscheidende Faktoren für diesen Erfolg."

Stichwort Erfolg: Jeder Fußballer strebt nach dem maximalen Erfolg und will jedes Spiel gewinnen. Jedoch hat der Verein entschieden, den Aufstieg in die Landesliga nicht wahrzunehmen. Wie waren die Reaktionen im Verein und Umfeld darauf?

"Das Trainerteam und der Vorstand haben diese Entscheidung gemeinsam getroffen, auch der Großteil der Mannschaft stand dahinter. Aus dem Umfeld gab es Zu- wie auch Widerspruch."

Die Landesliga, Staffel IV, spielt nun eine Einfachrunde und dann eine Auf- und Abstiegsrunde. Macht summa summarum 28 Spiele, andere Staffeln kommen auf 38 Partien. Hättet Ihr damals gewusst, dass es zehn Spiele weniger als erwartet werden, wäre dann die Entscheidung unter Umständen anders ausgefallen?

"Natürlich nicht, wir haben ein Konzept und werden an diesem auch festhalten."

Begründet wurde der Verzicht mit dem kleinen Kader. Wie ist jetzt der Kader aufgestellt, sprich welche Zu- und Abgänge gibt es?

"Mit unserem Kader bin ich hochzufrieden. Merlin Widmaier, Yülmaz Berk, Tim Greß, Marius Hauser kamen alle aus der eigenen Jugend und Marco Distefano vom FV Bisingen, während Daniel Wolf seine Kickstiefel an den Nägel gehängt hat. Wir haben eine äußerst junge Mannschaft, die noch reifen muss. Für den Schritt in die Landesliga wollten wir keine fünf- bis sechs externe Neuzugänge holen, die dafür erforderlich gewesen wären. Unsere jungen Eigengewächse haben nun die Möglichkeit, sich in der Bezirksliga zu beweisen und die nötige Erfahrung zu sammeln. Dann sehen wir weiter."

Eine Kostprobe, wie es in der Landesliga zugeht, gab es im WFV-Pokalspiel gegen die TSG Balingen II (2:4 nach Verlängerung). Welche Erkenntnisse aus diesen Spiel konnten Sie hinsichtlich des Klassenunterschiedes ziehen?

"Ich denke, wir haben bei diesem Pokalspiel eine sehr gute Leistung abgeliefert. Wie so oft im Fußball, haben auch hier Kleinigkeiten entschieden. Ich bin mit unserer Leistung voll zufrieden. Ob wir diese Leistung in der Landesliga über eine ganze Saison hätten bringen können, ist reine Spekulation und von vielen Faktoren abhängig."

Am Sonntag um 16 Uhr geht die Punkterunde der Bezirksliga Zollern mit einem Heimspiel und Derby gegen die SG Hart/Owingen los. Nachdem der SV Heinstetten aufgestiegen ist und es keine Absteiger gibt, geht der SVR sicherlich als der große Favorit ins Rennen.

"Da habe ich allerdings eine völlig andere Sichtweise. Ich denke, dass der FV Bisingen, der sich in unserer Liga wohl am besten verstärkt hat, ganz vorne mitspielen wird. Genauso traue ich auch dem FV Rot-Weiß Ebingen den Titel zu. Wir werden versuchen, wieder um die vorderen Plätze mitzuspielen."

Angenommen der Erfolg, sprich die Meisterschaft der Bezirksliga oder eventuell auch Aufstieg via Relegation, ließe sich wiederholen. Würde der SVR dann – Stand heute – im Juni 2021 die Herausforderung Landesliga annehmen?

"Sicherlich wäre das eine ganz tolle Sache. Die Saison ist aber lang und es gibt viele Unwägbarkeiten. Wenn wir die entsprechende Leistung über eine ganze Runde abliefern, ist der Aufstieg sicherlich ein Thema."

Nur noch wenige Vereine im Zollernalbkreis können eine A-Jugend stellen. Wie eng ist die Verzahnung zwischen erster Mannschaft mit den A-Junioren, aber auch der Zweiten, eine SG mit Grün-Weiß-Stetten, die in der Rückrunde die Heimspiele in Rangendingen austragen wird?

"Leider wird es in der kommenden Saison auch beim SVR keine A-Jugend geben, da die Spielgemeinschaft mit dem FC Grosselfingen aufgelöst wurde. Die A-Junioren werden bei den Aktiven ins Training integriert. Die Verzahnung mit der zweiten Mannschaft soll weiter intensiviert werden."

Sie sind seit einem Jahr nun Spielertrainer beim SVR. Wie ist der Gesamteindruck, also auch vom ganzen Verein, dem Team hinter dem Team, dem Zuschauerinteresse und so weiter?

"Schon vor meinem Engagement beim SVR war ich von dem Verein und dem Konzept dahinter überzeugt – sonst wäre ich dort ja nicht aktiv geworden. Dieser Eindruck hat sich bestätigt: Der SV Rangendingen ist ein toller Verein. Besonders unsere Heimspiele sind gut besucht, und ich hoffe, dass dies auch in Zukunft so sein wird. Die Unterstützung vom Team hinter dem Team ist beispielhaft."

Wie groß war für Sie die Umstellung von Regional- auf Bezirksliga, also vier Spielklassen? Welche Veränderung war am gravierendsten?

"Dass die Umstellung wesentlich sein wird, war mir bereits im Vorfeld klar. Besonders die Veränderungen im taktischen Bereich fallen mir dabei auf."

Wie sehr verfolgen Sie noch die TSG Balingen, wo sie mehr als zehn Jahre gespielt haben? Unter normalen Umständen wäre sie ja aus der Regionalliga abgestiegen.

"Ich verfolge die Spiele der TSG Balingen so gut es geht. Mit einigen Spielern habe ich immer noch sehr engen Kontakt und bin dadurch natürlich immer bestens informiert. Ich hoffe sehr, dass die Mannschaft ihre neue Chance zum Klassenerhalt nutzen wird."

Die Fragen stellte Jürgen Renner.

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