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Fußball Saisonabbruch: Weitere Vorbereitungen werden getroffen

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Das Saisonende naht. Am 20. Juni wird abgestimmt. Foto: Shutterstock

Der Vorstand des Württembergischen Fußballverbandes hat vorläufige Ordnungsänderungen zur Beendigung des Spieljahres 2019/20 zum 30. Juni 2020 beschlossen. Berücksichtigt wurden bei dieser Entscheidung über 600 Rückmeldungen von Vereinen aus ganz Württemberg, die sich im Rahmen des Anhörungsverfahrens mit überwältigender Mehrheit dem Votum des Präsidiums zur Saisonbeendigung angeschlossen haben. 

Mit den teilweise akribisch ausgearbeiteten Stellungnahmen, insbesondere zur Frage der Wertung der Meisterschaftsrunden, hat sich das Präsidium am 22. Mai intensiv auseinandergesetzt und dann dem Vorstand schließlich einen Beschlussvorschlag unterbreitet, dem dieser nun gefolgt ist. Die Beschlüsse des Vorstands, dem sämtliche Stellungnahmen der Vereine vorlagen, sehen im Einzelnen insbesondere die folgenden Regelungen vor: 

Die Meister und Platzierungen, die zur Teilnahme an Aufstiegsspielen berechtigen, werden bei den Herren und Frauen anhand der Quotienten-Regelung (Punkte/Spiele) ermittelt.  

Abstiegsplätze werden nicht ausgewiesen. Aus Billigkeitserwägungen erscheint es nicht vertretbar, auf Grundlage geänderter Wettbewerbsmodalitäten dahingehende Entscheidungen zu treffen, die für die jeweiligen Vereine gravierende Konsequenzen hätten.

Platzierungen, die zur Teilnahme an Entscheidungs- und Relegationsspielen berechtigen, werden nicht ermittelt. Im Ergebnis bedeutet dies, dass ein Aufstieg über die Relegation, die aus rechtlichen Gründen sportlich nicht ausgetragen werden kann, nicht möglich ist.

Regelung bei Jugend

Bei der Jugend gilt die Quotienten-Regelung entsprechend mit der Maßgabe, dass bei Quotientengleichheit – anders als bei den Aktiven – weder die Tordifferenz noch die Anzahl der geschossenen Tore Beachtung findet, sondern allen Mannschaften mit demselben Quotienten der Aufstieg ermöglicht wird. Des Weiteren werden bei den A- und B-Junioren, wie geplant, in Folge der Umstellung des Spielsystems auf ein "1-3-9" zur Saison 2020/21 eine eingleisige Verbandsstaffel und drei Landesstaffeln gebildet. Bei den C-Junioren verbleibt es für ein weiteres Jahr bei vier Landesstaffeln unterhalb der neu einzuführenden eingleisigen Verbandsstaffel.

Meinungsbildungsprozess

wfv-Präsident Matthias Schöck zeigt sich zufrieden mit dem Meinungsbildungsprozess, wohlwissend, dass die Ergebnisse nicht alle Vereine zufriedenstellen können: "Wir haben uns diese Entscheidungen gewiss nicht einfach gemacht. Es ist auch legitim, als Verein aus der eigenen sportlichen Situation heraus zu argumentieren. Unsere Aufgabe als Verband ist es jedoch, die beste Lösung mit der größtmöglichen Sicherheit für alle unsere Vereine zu finden und dabei keine grundlegenden sportlichen, rechtlichen und wirtschaftlichen Prinzipien zu verletzen. Ich bin sehr dankbar für die zahlreichen, ausführlichen Rückmeldungen unserer Vereinsvertreter, die wir gründlich ausgewertet haben. Ich hoffe, dass die Delegierten beim Außerordentlichen Verbandstag nun unsere Beschlüsse bestätigen und wir alle – Verband und Vereine – dann etwas Planungssicherheit für die kommenden Monate haben."

Das letzte Wort haben nun die Delegierten des Außerordentlichen Verbandstages, die sich auch für die Fortsetzung des Spieljahres aussprechen können. Die endgültige Entscheidung dazu soll bis 20. Juni fallen. Die Beschlussfassung durch die Delegierten wird auf elektronischem Wege herbeigeführt, wie es Art. 2 § 5 Abs. 3 des Gesetzes zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht ermöglicht.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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