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Fussball Liebe zum Sport und Vereinstreue zum ASV

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Die Liebe zum Fußball verbindet Roland Schneider mit seiner Frau und seinen Töchtern.Foto: Eibner Foto: Schwarzwälder Bote

Die Familie Schneider lässt sich mit einem Wort ganz gut beschreiben: fußballverrückt. In Bildechingen haben sich Roland Schneider und seine Familie quasi schon eine Art Kultstatus verdient.

Vereinstreue ist heutzutage definitiv keine Selbstverständlichkeit mehr, umso höher ist sie dem Bildechinger Roland Schneider anzurechnen, der seit über 40 Jahren den ganzen fußballerischen Fokus auf seinen ASV Bildechingen richtet. Damit aber nicht genug, auch seine Frau Beate spielte bis zum 30. Lebensjahr Fußball, fast immer für den SV Eutingen. Lediglich als 1990 der ASV selbst eine Frauenmannschaft hatte, spielte sie natürlich auch für Bildechingen.

Da war es fast schon die logische Folge, dass mit der Ex-Bundesligaspielerin Julia und der für den SV Eutingen spielenden Daniela gleich zwei Töchter bekannte Fußballerinnen wurden. Auch der älteste Spross im Viermädelhaus, Madeleine, ist durchaus sportlich begabt, sie bevorzugt es aber zu reiten und hat ein eigenes Pferd.

Auf einem Turnier kennengelernt

Als vor langer Zeit einst in Mülheim ein B-Junioren-Turnier stattfand, lernten sich der Bildechinger Spieler Roland Schneider und die junge Mülheimerin Beate Masan kennen. Damals konnte noch niemand ahnen, dass die beiden, nachdem man 1991 in der Eutinger Linde geheiratet hatte, auch 2020 nach über 30 Jahren noch ein glückliches Paar sind. Während Beate einst mit bekannten Namen wie Antje Gühring, Heidi Zimmermann, Sybille Rebmann oder Sandra Luger kickte, schnürte Roland bei beim ASV mit Legenden wie Otto Braun, Jürgen Krüger, später mit den Schneck-Brüdern oder Irvan Kavi – mittlerweile als knallharter Defensivspieler – seine Fußballschuhe.

Unvergessen bleibt der Aufstieg 1991 in die Landesliga, der man drei Jahre angehörte. Kaum zu glauben aber, dass der über 50-jährige Roland Schneider als Spieler im gesetzten Alter immer noch auf dem Feld mit dazu beitrug, dass sein ASV vor drei Jahren wieder aus den Niederungen der Kreisliga B in die Kreisliga A aufzusteigen konnte. "An einen Wechsel habe ich eigentlich nie gedacht, lediglich 1990 wäre ich fast beim damals erfolgreichen ASV Horb gelandet, blieb aber letztendlich bei meinem Heimatverein", so der immer noch in der zweiten Mannschaft aushelfende und als Trainer arbeitende Bildechinger, der auch einmal für drei Jahre die Eutinger Frauen als Nachfolger von Anna Middelmann coachte.

Von zahlreichen Verletzungen geplagt

Auch seine Tochter Daniela ist nach zwei Kreuzbandrissen wieder im Einsatz, wenn nicht gerade eine coronabedingte Pause ist. Die beim VfL Sindelfingen und dem SC Sand erstklassig erprobte Julia, welche sogar zwei Juniorinnen-Länderspiele bestritt, muss nach vielen Verletzungen leider kürzertreten und da auch Mutter Beate die selbe Verletzung zum Karriereende zwang, können die Mädels im Hause Schneider über gesamt sechs gerissene Kreuzbänder berichten. Da kam Papa Roland mit einem Schienbeinbruch fast noch glimpflich davon.

Beate Schneider hat dann als sie mit 30 Jahren leider mit dem Fußball aufhören musste, so eine Art Lauftreff gegründet, wo sich jeden zweiten Dienstag etwa zehn Frauen zum Walking treffen, als es noch möglich war natürlich mit anschließendem Einkehrschwung. Ebenso hat die dreifache Mutter und emsige Geschäftsfrau bei den Hobby-Damen von 1999 bis 2013 Tennis gespielt, was aber dann berufsbedingt nicht mehr ging.

Beate Schneider führt die bekannte Metzgerei

Bemerkenswert ist außerdem, dass der stets faire Sportsmann Roland Schneider – der zudem handwerklich sehr geschickt ist – seiner Frau, welche gelernte Fleischereifachverkäuferin ist, einen Lebenswunsch erfüllte und den ehemaligen Bildechinger Gasthof Adler in die heute bekannte Metzgerei umbaute. Diese führt Beate Schneider inzwischen zusammen mit zwei Angestellten äußerst erfolgreich. Auch hat er schon Tochter Madeleine beim Hausbau geholfen und ist aktuell dabei, in unmittelbarer Nachbarschaft Tochter Daniela und ihrem Lebensgefährten Nico ein Eigenheim zu erstellen. Eigentlich hätten bei der mittleren der Schneider-Schwestern dieses Jahr die Hochzeitsglocken läuten sollen, doch hatte das Virus noch etwas dagegen.

Bei soviel Engagement für Fußball, Geschäft und Familie bleibt nicht mehr viel Zeit für weitere Hobbys. "Etwas Radfahren ab und zu", meint der Bildechinger Abwehrrecke, am Besten mit Frau Beate, welche sich jüngst ein E-Bike angeschafft hat, welches auf seinen Einsatz wartet.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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