Marvin Schuh war einer der Gewinner auf Gechinger Seite beim 3:0 in Ehningen. Foto: Kraushaar

Wenn das Wetter nicht wieder irgendetwas dagegen hat, versuchen die Sportfreunde Gechingen die nächsten drei Punkte einzusacken.

VfB Bösingen – SF Gechingen (Mittwoch, 19.00 Uhr). „Das Spiel wird über die Zweikampfintensität und über die Laufbereitschaft entschieden“, lautet die Prognose von Balazs Venter zum Nachholspiel seiner Elf beim VfB Bösingen. Diese Partie war wetterbedingt ausgefallen, der aktuelle SFG Trainer hatte zum damaligen Zeitpunkt frisch das Zepter von Manuel Vogt übernommen und versucht seither, der Mannschaft seine Emotionen einzuhauchen.

 

Motto: Nachlegen!

„Die Moral in der Truppe ist intakt“, konnte Venter am Ende der Nachspielzeit beim TSV Ehningen feststellen. Seine Elf hatte dem Favoriten eine 0:3-Niederlage beigebracht, das war der zweite Saisonsieg in der laufenden Runde. Jetzt gleich auf das Spiel in Bösingen hochzurechnen wäre aber vermessen. Selbst die geneigten SFG-Fan sind weit davon entfernt, ihre Gechinger beim Tabellensechsten vorne zu sehen.

Aber, so Balazs Venter: „Das Ergebnis in Ehningen macht Mut. Obwohl wir immer noch mit sechs Punkten Rückstand am Tabellenende liegen, werden wir alles versuchen“, lautet seine Ansage. Und er ergänzt: „Für uns als Aufsteiger gibt es in der Landesliga keine leichten Spiele, aber Bösingen ist ein ganz schwerer Gegner, die haben zwei tolle Stürmer, haben einen Lauf und mit Dobriccean einen Mittelfeldspieler, den wir bearbeiten müssen.“

Erster Sieg gegen Bösingen!

Inwieweit die Tatsache „Mut“ macht, dass die Sportfreunde ausgerechnet gegen den VfB Bösingen ihren ersten Dreier hatten feiern können, ist natürlich offen. Die Tore zum 3:2-Sieg hatten Marius Bürkle, Salvatore Tommasi und Dominik Gräber erzielt.

Reicht es für Dominik Gräber?

Bürkle dürfte am Mittwochabend in der Startelf stehen, ob es bei Dominik Gräber (zurück aus dem Urlaub) schon für 90 Minuten reicht, lässt Balazs Venter offen. Ganz sicher muss er jedoch auf seinen Torjäger Salvatore Tommasi (Gelb-Rot-Sperre) verzichten. Da könnte es sich als „Glücksfall“ erweisen, dass bei Neuzugang Edison Behramj der Knoten in Sachen Chancenverwertung auf den Schalkwiesen mit seinem Treffer zum 3:0-Endstand gerissen ist.

Behramaj, Pascal Buyer und Jonathan Tommasi bieten sich in Venters 4-3-3 System als erste Optionen für die Offensive an. Dahinter wird er das defensive Mittelfeld verstärken. Dominik Gräber oder Calvin Redzepagic stehen bereit, in der Innenverteidigung hat sich Marvin Schuh als zweikampfstarke Alternative gezeigt. Natürlich kann der einen Dennis Carl (fährt trotz Rückenprobleme mit) nicht ersetzen, aber als „Abräumer“ hat er in Ehningen ein riesen Spiel gemacht.

Mahmoud fällt lange aus

„Das war Note eins, genau diese Mentalität brauchen wir in Bösingen“, erklärt der SFG-Coach. Nicht gut sieht es bei Mensur Mahmoud aus, der als Einwechselspieler in Ehningen verletzt raus musste. „Verdacht auf Wadenbeinbruch, er fällt wohl für den Rest der Runde aus“, befürchtet Venter.

Lange Verletztenliste

Mahmoud wird die lange Liste von verletzten oder im Aufbau befindliche Spieler verlängern – angefangen bei Jannik Reyle, Patrick Roebner, Daniel Leding, Tim Schmid oder den Idrizi-Brüdern. In Ehningen hatte Venter – ganz gegen seine Gewohnheit – oft gewechselt.

Signal: Alle werden gebraucht!

Neben Mahmoud waren Calvin Redzepagic, Dominik Gräber und Jose-Falcon Lores ins Spiel gekommen. Teils wegen Verletzung, teils auch als ein Signal an die Ersatzspieler, dass der Trainer in den kommenden schweren Spielen wie am Mittwoch in Bösingen und am Sonntag gegen den VfL Nagold mit ihnen rechnet.