Foto: Bartler-Team

Besucheransturm bei  45. Auflage. Vielseitiges Rahmenprogramm läd zum Verweilen ein.

Furtwangen - Ein fröhliches Fest wurde am Samstag der 45. Trödlermarkt, bei dem die Antikuhrenbörse nicht wegzudenken ist, genau so wenig wie der "Badische Umzug" zur Eröffnung.

Schon eine gefestigte Gepflogenheit ist der Korso, der durch die Stadtkapelle unter Leitung von Martin Moser angeführt wurde. In vorderster Front: Die Fahnenträger der Narrenzunft und Bürgermeister Josef Herdner, denen Trachtenträger, Gemeinderäte, edle Damen in vornehmen Gewändern und Vorstände aller engagierten Vereine folgten.

Mit rot-gelben Farben wurde am Museumsgasthaus "Arche" gestartet, wo die Landfrauen für Verköstigung und einen Umtrunk sorgten. Mit dem "Badnerlied" auf den Lippen ging es über die Bismarckstraße und den Marktplatz zum Stand der Stadtkapelle im Ochsengarten.

Der Rathaus-Chef dankte der Stadtkapelle für die musikalische Begleitung und allen Teilnehmern am Umzug und den Standbetreibern. Herdner freute sich, dass mit dem Trödlermarkt Furtwangen weit über die Region hinaus bekannt werde. Das frohe Stadtfest sei ein Treffen ungezählter Gäste, darunter vieler ehemalige Furtwanger, die Freunden und Bekannten wieder begegnen. Wenn der Wettergott es so gut meinte, dann müsse auch entsprechend gefeiert werden.

Herdners Dank galt der Trödlermarkt-AG, namentlich der Organisatorin Eveline Kimmig sowie den mitwirkenden Vereinen, die für ein reiches kulturelles und kulinarisches Angebot sorgten.

Dann erfolgte mit nur vier Schlägen der Fassanstich, "damit es nicht so trocken bleibt". Zum offiziellen Startschuss des 45. Trödlermarkts ertönten von der Stadtkapelle der "Ravellomarsch" und die "Polka Nr. 37".

Herzliche Dankesworte fand auch der Vorsitzende der Trödlermarkt-AG Christof Winker vor allem für Eveline Kimmig und Frank Neugart, ohne deren Engagement das Fest nicht möglich wäre. Froh war er auch über einen solchen Bürgermeister, der zapfen kann und das Fass elegant "entjungferte". Dann floss das Freibier und Freude verbreitete sich unter Akteuren und Gästen, unter denen viele ausländische Besucher total vom Badischen Umzug begeistert waren.

Schon im Morgengrauen sind die ersten Schnäppchenjäger unterwegs

Als Herdner das Fest mit dem Fassanstich offiziell etwa gegen 10 Uhr eröffnete, hatten einige Besucher schon einige Stunden Aktivität hinter sich. Denn schon im Morgengrauen bauten viele Händler, gewerbliche wie private, ihre Stände in der Innenstadt auf. Ebenso früh waren die ersten Schnäppchenjäger unterwegs. Rund 400 Standbetreiber boten ihre Waren feil, vom Alltags-Trödel bis zur raren Antiquität.

Je älter der Tag wurde, desto mehr Menschen zogen durch die Straßen, bei steigenden Temperaturen. Zur Mittagszeit und am Nachmittag gab es dichtes Gedränge, derweil die Sonne heiß vom Himmel brannte. Die vielen Verpflegungsstände der Vereine hatten mit ihren zum Teil raffinierten Speisen guten Zulauf, kühle Getränke flossen in Strömen.

Leckerbissen gab es auch musikalischer Art, vor allem am Stand der Stadtmusik gaben mehrere Kapellen und Gruppen ein Stelldichein. Am Nachmittag sorgte Alleinunterhalter Helmut Winterhalder am Stand des Schwarzwald-Harmonika-Orchesters für gute Laune.

Für Eindruck sorgten die "Dance Devilz", die Jazzgruppe und die Hip-Hop-Gruppe des Turnvereins am Nachmittag, die ihre Darbietungen auf dem ganzen Marktgelände zeigten.

Auch für die kleinen Besucher war einiges geboten. Bei der Volksbank konnte man auf einer echten kleinen Dampflok mitfahren. Im Innenhof der Hochschule gab es eine Hüpfburg. Wer wollte, konnte sich schminken lassen oder Dosen werfen. Auftritte von Künstlern rundeten das Programm ab.

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