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Furtwangen Neue Chefin hört viele Anregungen

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Viele Gäste wollen ihren Urlaub mit dem Hund verbringen. Vermieter, die keine Hunde zulassen, müssen auf diese Gäste und damit Umsatz verzichten. Foto: Becker Foto: Schwarzwälder Bote

Auf Tour ist derzeit Lena Gerlich im Ferienland, die tatsächlich erst am Tag der letzten Einladung an die Gastgeber, diesmal in Furtwangen, ganz offiziell Geschäftsführerin des Ferienlands wurde.

Furtwangen. "Wir waren heute beim Notar, der bestätigte, dass sie erst mit der notariellen Beurkundung ihr Amt ausübt", so der Ferienland-Vorsitzende Josef Herdner.

Gegenseitiges Kennenlernen sowie eine kleine Einschätzung der Situation im Tourismus der Uhrmacherstadt waren Anlass für die Einladung des Ferienlands an die Gastgeber. Sie habe bereits bei den vorhergehenden Versammlungen viel konstruktive Kritik erlebt, zeigte sich Gerlich erfreut.

Nach kurzer Vorstellung ging es sogleich zur Sache: "Wo klemmt es, wie schätzen Sie die Besucherzahlen ein, welche Nationen sind bei Ihnen zu Gast und – welche Beschwerden hören Sie", fragte die Geschäftsführerin. In der Hauptsache waren es Gastgeberinnen aus den Ortsteilen, die sich eingefunden hatten, zumeist von Höfen.

Beate Ketterer vom Seppjockelhof legte sogleich den Finger in die "Wunde Tourist-Info", die einige Wochen ganz geschlossen war. Sie gehe derzeit eher nach Schönwald, was für sie von der Entfernung gleich sei, aber die Gastgeberinnen aus anderen Ortsteilen täten sich da sicher schwerer. "Es ist erkannt, dass wir da nachjustieren müssen, wir haben mittlerweile wieder Donnerstag und Freitag geöffnet", zeigte sich der Bürgermeister einsichtig.

Trenz zum Kurzurlaub

Die Frequentierung sei allerdings eher schwach, zumeist seien es Einheimische. "Wir wissen aber, dass die Tourist-Info auch die Verknüpfung mit den Gastgebern ist."“ Die Gäste kämen in der Hauptsache aus Deutschland, im Herbst verstärkt auch aus der Schweiz. Dort sollte man mehr werben. Viele "Wiederholungstäter" seien aus den Benelux-Staaten da, dazu Spanier, Israelis und Italiener, vorwiegend Familien oder junge Paare.

Es gebe immer Nachfragen nach Urlaub mit dem Hund. Marlies Heger aus Schönwald stellte fest, dass es in diesem Jahr erst spät losgegangen sei. Dazu gehe der Trend stark zu Kurzurlauben, stellten mehrere Frauen fest. Manche staffeln dafür ihre Preise, um den Mehraufwand aufzufangen.

Ein großes Thema ist der kaum vorhandene Mehrwert der Ferienland-Konuskarte, den viele Gäste nicht erkennen können, zumal gerade in den Ortsteilen der ÖPNV kaum stattfindet.

Dafür sei die Durchfahrt von Motorrädern ein echtes Ärgernis, stellten vor allem die Linacherinnen Carola Müller (Altvogtshof), Birgit Heine (Lettwieshof) und Christine Müller (Bühlhof) fest. Sehr laut und viel zu schnell seien diese unterwegs – was aber laut Herdner sehr schwer in den Griff zu bekommen sei. Er versprach aber, das Problem in der Bürgermeister-Runde anzusprechen.

Die Ausschilderung der neuen Mountainbike-Strecken sei im Gange, beantwortete er eine weitere Anfrage. Am Ende zeigte die "Neue" auf, dass sie jederzeit entweder per Email oder auch telefonisch für die Gastgeberinnen erreichbar sei in der Tourist-Info Schönwald.

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