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Furtwangen "Ich male, wie ich mich fühle"

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Hier ist die Malerin Dorothee Pfaff mit ihrem Lieblingsbild "Sabine" zu sehen. Foto: Schwarzwälder Bote

Von Siegfried Kouba

Furtwangen. Die Volkshochschule Oberes Bregtal (VHS) bildet nicht nur aus, sondern gibt Anhängern der Malerei auch Gelegenheit, in ihrem Kunstraum Werke auszustellen. Derzeit sind Bilder von Dorothee Pfaff zu sehen. Ihr Motto zur Ausstellung lautet "Schau auf die Welt". Das von John Rutter vertonte Gedicht verrät etwas von ihrer Lebenseinstellung und ihrer Interessenlage, denn sie ist vielseitig orientiert.

Dorothee Pfaff malt gerne, singt in mehreren Chören mit, joggt und liebt es, liebgewordene Menschen zu beschenken. Sie wurde 1965 in Seoul/Südkorea geboren und kam im Oktober 1973 nach Deutschland, wo sie von einer Schwarzwaldfamilie adoptiert wurde. Dort erlebte sie "die Zerstörung ihrer Seele", wie sie in ihrem Buch "Gib niemals auf" dokumentierte. Aber sie behauptete sich mit eisernem Willen.

Sie wuchs in Lauterbach auf, wo sie die Grund- und Hauptschule besuchte und wurde danach Fleischereifachverkäuferin. Nach zwei Jahren schulte sie zur Industriekauffrau um. Seit 1994 wohnt sie in Schonach, wo sie heiratete. Aus der Ehe mit Timo Pfaff gingen eine Tochter und ein Sohn hervor.

Schon als Kind malte Dorothee Pfaff gerne und 2011 begann sie wieder, sich mit Papier, Leinwand und Farben zu beschäftigen und intensivierte ihr Hobby ab dem Jahre 2015. Ein Bekannter fertigte für sie eine ihrer Körpergröße angepasste Staffelei.

Als "Künstlerin" möchte sie nicht bezeichnet werden, aber spürbar wird ihr leidenschaftliches Hobby. Sie belegte Kurse bei Vinzenza Schäuble an der hiesigen VHS und ließ sich in der VHS St. Georgen fortbilden. Informationen holte sie sich auch im Internet und las Bücher über Malerei, wobei sie sich Kenntnisse im Umgang mit Farben, deren Mischung und Auftrag erwarb. "Ich male, wie ich mich fühle" ist ihre Maxime, und sie schaut in die Welt hinein, auf Berge, Wald, Sonnenauf- und -untergänge, auf Flora oder meditative Mandalas und Fantasielandschaften.

Jedes Bild begleitet ein Sinnspruch, wie etwa beim Abendbaum: "Möge der Abendwind nie heftiger sein".

Rund 1000 Werke hat sie zuhause und schon 300 sonderte sie aus. Selten verkauft sie etwas, eher verschenkt sie Bilder an Freunde. Ihr Lieblingsbild erinnert an den Orkan Sabine, wobei ein umgeknickter Baum symbolisch in einem dunklen, braun gehaltenen Wald wirkt.

Lust, Laune, Inspiration, Intension und Intuition bestimmen ihre Arbeit. Gefühlssituationen sind ausschlaggebend, und da kann an einem Tag mit wunderschönem Wetter ein Winterbild entstehen. Acrylfarben dominieren. Berggemälde verbreiten mächtige Kraft und zart, fast wie Aquarellmalerei, können abstrakte Darstellungen sein. Hie und da dominieren rote oder grüne Farben.

Ihre Vorgehensweise beginnt mit einem dunklen Hintergrund, der zunächst trocknet, wonach sich die Farben aufhellen, Zeichen für dunkle Seelenzustände, die aber Kraft beinhalten, nicht aufzugeben. Ferne Energie und dichte Nähe sind spürbar. Dorothee Pfaff liebt warme Farben. Während sie malt, kann sie keine Störung vertragen.

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