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Furtwangen Bürgerenergie setzt auf die Region

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Der CDU- Bundestagsabgeordnete Thorsten Frei besucht während seiner Wahlkampftour den Verein Energiewende. Von links Felix Duffner, Ulrich Bremauer, Thorsten Frei, Richard Kugele und Clara Baschant. Foto: Kouba Foto: Schwarzwälder-Bote

Furtwangen (kou). Im Rahmen seiner Wahlkampftour stattete der CDU-Bundestagsabgeordnete Thorsten Frei Mitgliedern des Vereins "Energiewende" einen Informationsbesuch ab. Er ließ sich vor allem die Solarstromanlage und das Blockheizkraftwert zeigen und sich über den Stückholzkessel und die Solarthermie informieren, die im Verbund betrieben werden.

Frei, seine Begleiter Bernd Böhm und Clara Baschant suchten das Gespräch mit Felix Duffner, Richard Kugele und Ulrich Bremauer. Duffner machte besonders auf die Themen Niederspannung, Windenergie, Wärmekraftkoppelung sowie konträrer Verknüpfung von Zuschüssen und Abgaben aufmerksam. Wichtig sei eine Regelung der Netzkapazitäten, meinte Kugele.

Frei schien von den bestehenden Prinzipien des bürgerschaftlichen Bemühens in diesem Bereich angetan. Bei der Energiewende müssten aber Mittelständler hohe Investitionen tätigen, und wenig berücksichtigt werden die Sozialausgaben. Frage sei, wie man im internationalen Wettbewerb bestehe. Frei lobte, dass die hiesigen Initiatoren ein eigenes Netz aufbauten, fragte aber, wie bekommt man Netze und Speicherung hin?

Kugele hielt es für ratsam, regionale Konzepte zu verwirklichen, ohne Ausklinken aus dem bisherigen Netz und mit fairen Bedingungen für die Initiativen. Felix Duffner unterstrich, dass immense Zubauten, Hilfe für die Geschäftsfelder und finanzielle Unterstützung nötig seien und die Deckelung der Windenergie kontraproduktiv ist. Im Kampf gegen die Großen könne man mit zwei bis fünf Prozent Rendite nicht konkurrieren, "Bürgerenergie brauche Professionalisierung".

Siventis-Chef Bremauer lag daran, dass eine gesellschaftliche Anerkennung mit Hilfe der Politik gestützt gehört und bürgerschaftliche Aktivitäten nicht behindert werden. Man wolle aus der "Schmuddelkind"-Ecke heraus und er betonte die Regionalität. Ein Windpark könne den ganzen Bedarf von Furtwangen und Vöhrenbach decken. Bedacht gehöre, dass bei einem derartigen Projekt Rückbaukosten im vorhinein abgesichert sein müssen.

Thorsten Frei nahm mit nach Berlin, dass er sich mit dem Problem der Deckelung beschäftigen und Fragen an seine fachpolitischen Kollegen weitergeben werde unter Berücksichtigung von Klimaneutralität, Bezahlbarkeit und Finanzierung: "Die Energiewende muss gelingen."

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Furtwangen

Jürgen Liebau

Fax: 07723 4522

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