Die Jugendkapelle des Musikverein Lyra beeindruckte mit ihrem musikalischen Können beim Frühjahrskonzert in der Obernheimer Festhalle. Foto:  

Das Frühjahrskonzert des Musikvereins „Lyra“ Obernheim war von außerordentlichen Erfolg gekrönt. Der Vorsitzender Steffen Schnee freute sich, dass die Festhalle mit vielen Gästen prall gefüllt war, um die musikalischen Darbietungen zu hören.

Über drei Stunden lang hatten die Musikanten des Musikvereins Lyra facettenreiche Klangwelten in der voll besetzten Festhalle erschlossen. Eröffnet haben die Zöglinge mit leichten Musikstücken und dem Werk „Never Forget You Friends“ von Markus Götz, „Skyfall“ aus dem gleichnamigen James Bond Film und dem weltberühmten Song „Final Countdown“ von J. Tempest.

 

Unter der Anleitung von Jugenddirigent Attila Hepp zeigten die Zöglinge, dass sie reif für die Jugendkapelle waren – und wurden noch am selben Abend in diese übernommen. Gutes Gleichgewicht war im unterhaltsamen Werk „Easy Pop Suite“ von D. Stratford mit unterschiedlichen rhythmischen Elementen geboten. Hier zeigte die Jugendkapelle, dass sie klanglich und technisch einen großen Sprung nach vorn gemacht hat.

Gewaltige Töne und eindrucksvolle Soli

Anschließend hat das Blasorchester unter Leitung ihres Dirigenten Thomas Nell das grandiose Werk „Sacri Monti“ von Mario Burki aufgeführt. Es beschreibt die Stationen des prunkvollen Kapellenweges in einem Dorf im Wallis. „Mariä Heimsuchung“ punktgenau, effektvoll gewaltig mit einem dramatischen Klangspektrum haben die Musikanten mit ihrem Tempo- und Dynamikwechsel das Werk charakterisiert und wirkungsvoll mit Gesangseinlagen der Musikanten dargestellt.

„Die Krone der Schöpfung“ ein schweres Werk, das Udo Jürgens 1999 für die Berliner Philharmoniker geschrieben hatte, beeindruckte die aufmerksamen Zuhörer besonders durch den prägnanten Sprecher Jörg Sommer der Prologs aus dem Schöpfungsbericht.

Stolze Gesichter bei den Vereinsmitgliedern, die am Konzertabend geehrt wurden. Foto: Hoffmann

Zudem standen Ehrungen an dem Abend an: Für 20 Jahre aktives Musizieren wurde Benjamin Junker und Jonas Henne die Ehrennadel in Silber überreicht. Thomas Schnee bekam eine Sonderehrung und erhielt die Förder-Medaille in Bronze mit Urkunde für 15 Jahre. Überreicht mit Dankesworten vom Verbandsvorsitzenden des Blasmusikkreises Karl Edelmann sowie den beiden Vorsitzenden Steffen Schnee und Brigitte Koch.

Dirigent Thomas Noll lobt: „Wenn es gilt, sind sie da.“

Im zweiten Teil des Konzertes holte Dirigent Thomas Nell mit einer Mischung aus großer Gestik und spielerischeren Impulsgebung das Beste aus seinen Musikanten heraus. Mit Tempo, Rhythmus und Technik folgte von James Last das „Rock-Pop Medley“. „Das Beste“, weltbekannt von Udo Jürgens, arrangiert von Guido Rennert war wohl der Höhepunkt des Abends.

Die abwechselnden Solisten Steffen Schnee (Horn), Ann-Kathrin Haile (Oboe), Lars Schnee (Bariton), Artur Häußler (Trompete), Johannes Huber (Altsaxophon), Katharina Moser (Altflöte), Adrian Henne (Flügelhorn), Thomas Schnee (Tenor-Saxofon) und Roland Moser (Posaune) zeigten durch ihr Können in den Solostücken ein besonderes Augenmerk in eindringlichen Tönen im Ansatz und Technik.

Ein „dramatisches Klangspektrum“ bot das Blasorchester dar. Foto: Hoffmann

Zum Schluss erklang der Marsch „Viribus Unitis“ – mit vereinten Kräften – von Josef Bach sowie einige vom Publikum geforderten Zugaben. Dirigent Thomas Nell war mit den Aufführungen sichtlich zufrieden und lobte das ganze Orchester öffentlich: „Wenn es gilt, sind sie da“.

Ein weiteres großes Projekt-Konzert unter dem Motto „Udo Jürgens“ soll es am 9. November geben. Falls die Plätze in der Festhalle zu knapp werden, wird die Aufführung an zwei Tagen erfolgen.