Sandro De Lorenzo Gardinal lebt derzeit „halb in Friesenheim, halb in Berlin und halb auf Tour“ erklärt er gegenüber unserer Redaktion. Er ist Gründungsmitglied der Gruppe „Luksan Wunder“ und hat an den beiden neuesten Werken maßgeblich mitgearbeitet. Foto: Luksan Wunder

Die Satire-Gruppe „Luksan Wunder“ bringt im März gleich zwei neue Bücher raus. Gründungsmitglied Sandro De Lorenzo aus Friesenheim hat unserer Redaktion erklärt, was sich hinter dem Klobuch und dem Hörspiel-Musical „Andreas473“ verbirgt.

Das Comedy-Kollektiv „Luksan Wunder“ sorgt seit 2015 für allerlei Lacher und hat damit großen Erfolg: Im Netz hat es weltweit mehr als eine halbe Milliarde Klicks eingeholt und im vergangenen Jahr durfte die Gruppe den Deutschen Kleinkunstpreis entgegennehmen. Auf die Frage, was man denn mit „Luksan Wunder“ in Verbindung bringen könne, antwortet Mitbegründer Sandro De Lorenzo Gardinal, der aus Friesenheim kommt, humorvoll: „Wir treiben Unfug in verschiedenen Medien, sei es Radio oder Internet – oder eben auch Live.“ Mitwirkend dabei sind neben De Lorenzo Gardinal, Charlotte Hübsch, Jan Geuer, Martin Kölker-Heinrich, Felix Römer, Sarah Danzeisen sowie Sophia Henn.

 

In eine Schublade könne die Vielfalt der Gruppe nicht gepresst werden. „Man könnte uns auch als Experimentier-Ecke der deutschen Humorlandschaft sehen“, sagt De Lorenzo Gardinal. Das lässt sich auch an der neuesten Arbeit der Gruppe erkennen, die „Luksan Wunder“ nicht einfach ein Hörbuch nennt, sondern gleich als „multimediales Sci-Fi-Bilderbuch-Hörspiel-Musical“ definiert. Und so viel Arbeit, wie es sich anhört, habe dieses Projekt auch in Anspruch genommen, sagt De Lorenzo Gardinal. So habe die Gruppe ein Dreivierteljahr für die Produktion von „Andreas473“ benötigt.

Hörspielproduktion war anstrengend

Kurz erklärt steckt dahinter eine Geschichte eines Androiden, der programmiert wurde, Gott zu töten. „Alleine die Hörspielproduktion war schon sehr aufwendig, da wir auch viele Sprecher aus ganz Deutschland haben und in dem Hörspiel rund zehn Songs vorkommen, die wir alle schreiben und produzieren mussten“, sagt der Friesenheimer gegenüber unserer Redaktion. Parallel dazu musste die Gruppe dann zusammen mit Markus Österle die Comic-Ästhetik festlegen und das Buch designen – und dann „das ganze Ding“ zusammenbringen, also eine eigene Homepage bauen, dann schauen, dass die QR-Codes im Buch auch auf die Homepage verweisen, die Songs auskoppeln und vieles weiteres, zählt De Lorenzo Gardinal auf. Ein Mammutprojekt, was „Luksan Wunder“ aber am Ende glücklich mache. Das Bilderbuch erscheint am Montag, 4. März, und ist mit eingebauten QR-Codes zu den jeweiligen Hörspiel-Kapiteln der Geschichte versehen. Zudem gibt es das Hörspiel auf der eigens gebauten Seite www.andreas473.de und die einzelnen Songs erscheinen außerdem als Album.

Hörspiel-Musical „Andreas473“ hat eine eigene Homepage

Damit aber nicht genug – die Satire-Gruppe hat ein weiteres Projekt fertiggestellt: Ein witziges „Luksan Wunder Klobuch“. Dieses ist ab 14. März erhältlich. „Ein Klobuch ist ein Buch, das man sich nebens Klo legt und das so Häppchen-Unterhaltung bietet“, erklärt De Lorenzo Gardinal. Klassische Klobücher beinhalten Kurz-Comics. „Wir haben das Konzept ein bisschen neu gedacht und uns überlegt, dass wir ein Buch machen wollen, bei dem jede Seite eigens gestaltet ist und jeweils einen Gag oder eine Rubrik enthält, der genau eine Seite lang ist“, sagt er. Das sei mal ein Prosatext, mal ein Comic, mal Memes, mal seltsame Listen oder komische Grafiken, mal Gedichte – „also egal, wo man aufschlägt, ist da immer eine Überraschung“. „Luksan Wunder“ habe dazu auch bekannte Gäste eingeladen, jeweils eine eigene Seite zu basteln – unter anderem Marc-Uwe Kling, der Postillon, Tino Bomelino und Jan van Weyde. „Wir sind ja dafür bekannt, dass wir einen sehr eigenen, aber sehr variablen, Internet-affinen Humor irgendwo zwischen Bildungsinhalten und Brachialwitzen haben. Mit dem Klobuch wollten wir dieses Konzept weiterdenken“, sagt De Lorenzo Gardinal gegenüber unserer Redaktion.

Bücher und Show

Beide Bücher werden über den Satyr-Verlag vertrieben und können ab ihrer jeweiligen Veröffentlichung in lokalen Buchläden erworben werden. „Wir stellen die Bücher außerdem auf der Leipziger Buchmesse vor und gehen damit auf die ein oder andere Lesetour“, sagt De Lorenzo Gardinal. Ab März geht „Luksan Wunder“ zudem mit ihrer Show „WTFM 100, Null“ auf Tour. Weitere Infos gibt es unter www.luksanwunder.de.