Findet der Wähler diesen Stimmzettel für die Kreistagswahl in seinen Wahlunterlagen, stimmt alles. Steht auf dem Wahlzettel Wahlkreis V, gibt’s beim Bürger-Service in freudenstadt den richtigen Stimmzettelblock. Foto: Birnesser

In Dietersweiler sind in zwei Fällen falsche Blöcke für die Kreistagswahl aufgetaucht. Wahlamt: Unterlagen prüfen.

Freudenstadt - Etwa 17.000 Wahlberechtigte gibt es in Freudenstadt und den Teilorten. In den Wahlunterlagen von zwei Bürgern aus Dietersweiler sind falsche Stimmzettelblöcke für die Kreistagswahl aufgetaucht. Schuld ist laut Wahlamt die beauftragte Druckerei. Da ist auf der Zielgeraden nun doch ein bisschen der Wurm drin. Erst werben die Republikaner verbotener Weise vor dem Rathaus und weichen damit die gebotene "parteipolitische Neutralität" der Stadt auf und jetzt vertauschte Stimmzettel für die Kreistagswahl in Kuverts zweier Dietersweiler Wähler. Dass in der heißen Phase vor dem Wahl-Double am Sonntag doch nicht alles glatt läuft, sieht Annegret Graf vom Freudenstädter Wahlamt mit gebotener Nüchternheit.

Gestern vermeldete das Wahlamt den Fehler. "Bei der Kreistagswahl wurde statt des Stimmzettelblocks für den Wahlkreis I in Einzelfällen der Stimmzettelblock für den Wahlkreis V einkuvertiert." Die "Einzelfälle", das sind zwei Wähler aus Dietersweiler – einer aus der Lerchenbergstraße und einer aus der Kraibrunnenstraße – die die Unstimmigkeit bemerkt und gemeldet hatten, erklärt Graf gestern auf Nachfrage. Betroffen ist, wer statt des Stimmzettelblocks für Bad Rippoldsau-Schapbach, Freudenstadt, und Seewald (Wahlkreis I) Kandidaten aus Dornstetten, Glatten, Grömbach, Pfalgrafenweiler, Schopfloch, Waldachtal und Wörnersberg (Wahlkreis V) auf dem Papier stehen hat.

Für den Fehler verantwortlich ist die beauftragte Druckerei. Dass diese die Wahlunterlagen auch einkuvertiert und an die Wähler verschickt, sei gang und gäbe. "Der Teil, der für die Briefwähler bestimmt ist, wird von der Gemeinde verschickt, ein Teil der Stimmzettelblöcke wird für die Wahllokale einbehalten", erläutert Graf das Vorgehen. Der Rest, also die Wahlunterlagen für die Wähler, die am Sonntag persönlich an die Urne treten, kommt direkt von der Druckerei.

Ein Ärgernis nun für denjenigen, der mit dem falschen Stimmzettelblock am Sonntag zur Wahl geht. Dessen Stimme ist ungültig. Deshalb sei es "sehr wichtig, den Inhalt seines Kuverts zu prüfen", sagt Graf. Nur so sei gewährleistet, dass alle Wahlberechtigten in Freudenstadt und den Teilorten ihr Wahlrecht ordnungsgemäß ausüben können. "Wenn wir Glück haben, ist es nur eine kleine Charge, wenn wir Pech haben ein ganzer Karton", sagt Graf. Bislang könne man die fehlerhaften Kuverts aber auf eben jene zwei bekannten Fälle in Dietersweiler eingrenzen. Nach Bekanntwerden habe die Ortsverwaltung zudem stichpunktartig bei den Wählern nachgefragt – ohne weitere Erkenntnisse.

Damit auch am Wahlsonntag nichts passiert, sind die Wahlhelfer in den Wahllokalen gefordert. Sie sollen die Wähler auffordern, ihre Stimmzettel vor dem Kreuzchen zu überprüfen. "Wir haben dann alles getan, was wir tun können, um diesen Fehler zu heilen", sagt Graf, die auch von Fehlern bei den Wahlunterlagen aus dem Bereich Pforzheim und Stuttgart weiß.

u Wer jetzt noch einen fehlerhaften Stimmzettelblock in seinen Unterlagen entdeckt, soll sich beim Bürger-Service, Telefon 07441/890220 oder Durchwahl -221, -222 und -224, melden. "Es wird dann umgehend der richtige Stimmzettelblock übersandt", so Graf. Um eine Verwechslung der Stimmzettel zu vermeiden, soll der falsche Stimmzettelblock beim Bürger-Service abgegeben oder gleich entsorgt werden.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: