Die Gartenmarktbeschicker Bärbel Leiser und Dieter Eber­hardt.Foto: rt Foto: Schwarzwälder Bote

Soziales: Gartenmarkt der Kinderwerkstatt Eigen-Sinn am Samstag unter Hygienevorschriften

So groß, so grün, so vielseitig wie noch nie wird der Gartenmarkt der Kinderwerkstatt Eigen-Sinn am Samstag, 8. Mai, ausfallen. Er findet trotz Pandemie und unter Wahrung aller Hygienevorschriften von 10 bis 13 in der Freudenstädter Badstraße vor der Kinderwerkstatt statt.

Freudenstadt (rt). Von Hobbygärtnerin Bärbel Leiser aus Dietersweiler einst ins Leben gerufen, geht der Gartenmarkt inzwischen ins achte Jahr. "Er ist von Jahr zu Jahr immer größer geworden", erinnert sich Leiser.

Das freut besonders die Kinderwerkstatt, denn der Erlös fließt direkt in ihre Arbeit mit Kindern, eine Arbeit, die in der Pandemie noch wichtiger als bisher geworden ist. Das bestätigen alle Fachleute: "Ein Hoffnungsmarkt in dieser besonderen Zeit", sagt daher auch Christian Fai von der Kinderwerkstatt in doppelter Hinsicht.

Die Vorbereitungen auf den Markt haben auch hoffnungsvoll begonnen. Vom Mondkalender diktiert am 6. März hat Bärbel Leiser in Dietersweiler mit der Aussaat von Blumen, Kräutern und Gemüse begonnen – mit Saatgut in Demeter- oder zumindest Bioqualität. Seitdem wachsen die kleinen Pflänzchen heran, allerdings wegen der vielen kalten Tage zögerlicher als sonst.

Im Haus wird es eng

Und da in den Nächten die Temperatur bis auf sieben Minusgrade absackte, "übernachteten" die kleinen Pflanzen meist im Haus, in dem es zuweilen eng wurde vor lauter Blumenkästen und Pflanzschalen. Als es in den letzten Tagen aber wärmer wurde, stellte Leiser das junge Gemüse am Morgen in die Sonne, um es abends wieder ins Haus zu tragen. Jetzt gediehen die jungen Pflanzen prächtig.

Ähnlich erging es den vielen Helferinnen und Helfern. Bärbel Leisers Ehemann Constantin hat sich längst zum Tomatenzucht-Experten entwickelt, ihr Schwiegersohn Jan Arnet zieht junge Tomaten in Stuttgart heran. Hobbygärtnerin Anita Schneider-Schittenhelm ist mit ihrem großen Garten in Seewald-Besenfeld eine unentbehrliche Hilfe, nicht weniger Hilde Lieb und Hilmar Könninger in Dietersweiler.

Nicht zu vergessen Dieter Eberhard (70) in Freudenstadt, Vorsitzender der Stiftung Eigen-Sinn. Der ehemalige Rektor der Kepler-Hauptschule hat hinter seinem Haus in der Turnhallenstraße einen etwa vier Ar großen Garten. Er sei "Gärtner seit Geburt", sagt Eberhardt, hat an der Keplerschule einen Schulgarten angelegt und gärtnert leidenschaftlich gern.

Peperoni im Angebot

Einen Rasenmäher braucht er nicht für sein Gelände, da wachsen Bäume, Blumen, Gemüse, Kräuter, Salate und was sonst noch alles, aber kein Gras. Denn: "Wir sind Selbstversorger", sagt der Hobbygärtner stolz. Seine Aufzucht für den Gartenmarkt, darunter auch junge Peperoni, schützte er vor Kälte in zwei kleinen, zum Teil beheizten, Gewächshäusern.

Beim Markt werden an die 1600 Jungpflanzen der vereinten Eigensinn-Gartenmarkt-Gärtner angeboten, schätzt Bärbel Leiser und will sich mit dieser Zahl nicht zu sehr festlegen. Darunter mindestens 600 Tomatenpflanzen von mindestens zehn Tomatensorten von Cocktail bis Fleisch. Dazu kommen Butter-, Blumen-, Rosen- und Spitzkohl, Kürbisse, Zucchini, Wirsing, Kopf- und Eisbergsalat sowie rote, gelbe, weiße und rot-weiß geringelte Bete. Für all jene, die ihre Bete gern rot-weiß geringelt anbauen und verspeisen.

Kräuter aller Art dürfen nicht fehlen und natürlich nicht die schönste Gartenzier von Rittersporn bis Cosmea, vom Drachenkopf bis roter Bechermalve. Und wer gerne Löwenmäulchen, Kapuzinerkresse und gelbe Sonnenblumen niedrig, oder gar rote Sonnenblumen hoch verzweigt im Balkonkasten oder im Gartenbeet sprießen sehen will, der wird auch etwas finden.

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