Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Freudenstadt Sieben Schwaben und ein Vogel

Von
Über den Sieben Schwaben schwebt ein etwas seltsamer Vogel: Das Bild von Heinrich Feigenbaum hat der Heimat- und Museumsverein erworben. Foto: Verein Foto: Schwarzwälder Bote

Zur Wiedereröffnung des Museums im Stadthaus präsentiert der Heimat- und Museumsverein für Stadt und Kreis Freudenstadt im Foyer im ersten Stock ein bisher unbekanntes Bild des Freudenstädter Malers Heinrich Feigenbaum (1897 bis 1929).

Freudenstadt. Das kleine Aquarell auf wertvollem Papier mit Blindprägung fällt so ganz aus dem Rahmen des Schaffens des Freudenstädter Malers und ist daher umso interessanter. Kunstmaler Heinrich Feigenbaum, der schon mit 32 Jahren nach einem Unfall in Horb starb, gilt als ein Künstler Freudenstadts, wie er auch im Untertitel eines vom Heimat- und Museumsverein herausgegebenen Bildbands genannt wird.

Viele Naturmotive aus dem Schwarzwald gestaltet

Feigenbaum hat viele Motive aus Freudenstadt und der Region in Zeichnungen und Bildern künstlerisch festgehalten, hat immer wieder das alte Rathaus oder die Stadtkirche in Freudenstadt gemalt, oft in düsteren, eher bedrückenden Farben und Szenen. Bekannt geworden ist er auch durch seine Gestaltung von Notgeldscheinen mit Freudenstädter Motiven in den Jahren 1922 bis Ende 1923.

Darüber hinaus schuf Feigenbaum viele Naturmotive aus dem Schwarzwald, Porträts und Aktzeichnungen. Der Heimat- und Museumsverein hält zahlreiche seiner Arbeiten in sicherer Verwahrung. Das jetzt erstandene Bild kannte wohl bisher kaum einer. Es zeigt die sieben Schwaben: hell, humorvoll, fast wie eine Karikatur gemalt. Das Bild trägt eine deutliche Signatur Feigenbaums mit dem Datum 1909, eher untypisch für das spätere Schaffen des damals erst zwölfjährigen Malers.

Ü ber den Sieben Schwaben mit dem langen Spieß schwebt ein seltsamer Vogel mit ausgeprägten Schwanzfedern. Dieser, so mutmaßen Experten, legt nahe, dass sich der junge Feigenbaum vom Schwarzwald-Maler Hans Thoma (1839 bis 1924) inspirieren ließ, in dessen Bildern durchaus ähnliche Vögel vorkommen.

Der Heimat- und Museumsverein erwarb das Bild vom Antiquariat Heck aus Dußlingen, das das Bild zusammen mit einem weiteren Feigenbaum-Werk zum Kauf angeboten hatte. Das zweite Bild aus dem Jahr 1924 zeigt den Blick vom Langenwaldsee auf die Stadt Freudenstadt. Eine Arbeit mit einem ähnlichen Motiv aus dem Jahr 1908, vermutlich gemalt vom gleichen Standort, ist gleichfalls im Besitz des Museums. Es gilt als das erste Bild des elfjährigen Heinrich Feigenbaum.  Das Museum für Stadt und Landkreis Freudenstadt im Freudenstädter Stadthaus ist nach der Coronapause wieder geöffnet. Die Öffnungszeiten bleiben unverändert: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr.

Artikel bewerten
0
loading

Ihre Redaktion vor Ort Freudenstadt

Flirts & Singles

 
 

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.