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Freudenstadt Für Kern bleibt Bildung Schwerpunkt

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Timm Kern will einen Staat, der sich als "Möglichmacher" präsentiert.Foto: Schwarz Foto: Schwarzwälder Bote

Der Landtagsabgeordnete Timm Kern kandidiert erneut für den Einzug in den Landtag am 14. März. Er wurde mit einem einstimmigen Votum bei einer Enthaltung nominiert. Zweitkandidat ist Holger Zimmermann aus Horb.

Kreis Freudenstadt (mos). 31 FDP-Mitglieder – 30 davon wahlberechtigt – waren in die Schwarzwaldhalle Baiersbronn zur Wahlkreiskonferenz gekommen. Kern war der einzige Kandidat. Er sitzt seit mittlerweile fast zehn Jahren im Landtag. Selbstverständlich war das am Ende einstimmige Votum für Kern bei nur einer Enthaltung trotzdem nicht. "Es ist ein überragendes Ergebnis, über das ich mich sehr freue", sagte Kern, als Versammlungsleiter Stefan Lazar es verkündet hatte. Der aus Reihen der Mitglieder ebenfalls vorgeschlagene bisherige Kreisvorsitzende und FDP-Kreistagschef Ernst Wolf hatte eine Kandidatur dankend abgelehnt. Kern nutzte die Vorstellungsrunde für einen Rückblick auf seine bisherige Arbeit und beleuchtete seine Vorstellungen für die Zukunft. 228 wahlkreisrelevante Termine, 74 Parlamentsreden, 36 landkreisbezogene kleine und drei große Anfragen sowie 90 von ihm gestellte Anträge und zwei Gesetzesentwürfe in der laufenden Wahlperiode zeugen von seinem Engagement

Corona habe ihm einmal mehr vor Augen geführt, was in diesem Staat im Vergleich zu anderen Ländern sehr gut funktioniert, das Gesundheitssystem und der Zusammenhalt sowie das Bürgerengagement beispielsweise, es habe aber auch gezeigt, wo Verbesserungsbedarf bestehe. Kern benannte an dem Punkt das Erfordernis einer "deutlich besser ausgestatteten digitalen Infrastruktur", gerade auch im Bildungsbereich.

Bei der inneren Sicherheit müsse insbesondere nach der Stuttgarter Krawallnacht klar sein, dass "die Stärke des Rechts und nicht das Recht des Stärkeren" gelten müsse. Der Staat sei hier in der Pflicht.

Kritisch äußerte sich Kern zum Umgang der Gesellschaft mit der Landwirtschaft. "Dass man die für ökologische Probleme verantwortlich macht, geht gar nicht." Ebenso Kritik gab es zur teilweise fehlenden Verkehrsinfrastruktur auf dem Land. Im Landtag habe er immer wieder auf die Probleme aufmerksam gemacht, sagte Kern mit Verweis auf den ausgeteilten Rechenschaftsbericht. Mit persönlichen Worten kam Kern auf seine gesundheitlichen Probleme vor knapp anderthalb Jahren und den damit einhergehenden Rücktritt als Kreisvorsitzender zu sprechen. Die Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen, aber richtig gewesen. "Auch wenn ich weiß, dass ich den Kreisvorstand damals in eine sehr schwierige Situation gebracht habe." Die Familie wie auch die Mitarbeiter hätten immer zu ihm gehalten. Viele hätten Verständnis gezeigt. Heute fühle er sich gesund und in der Lage, die bevorstehenden Aufgaben anzupacken.

Die FDP müsse bei dieser Wahl "anschlussfähig" sein für alle demokratischen Parteien und dürfe keine davon ausschließen, sagte er. Den Schwerpunkt seiner Arbeit sieht Kern auch weiterhin in der Bildungspolitik. Die passende Schule für jedes Kind, der Ausbau des Bildungsangebotes im Kreis, Fairness zwischen den Schularten, die Stärkung der beruflichen Bildung, der Erhalt von Ausbildungsklassen waren nur einige Stichworte.

Darüber hinaus werde er kleine und mittelständische Betriebe fördern, den Bürokratieabbau und den Ausbau wichtiger Straßentrassen unterstützten. Außerdem brauche es eine dezentrale Energiewende und die Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten. Er wolle einen Staat, der sich als "Möglichmacher" präsentiere und der sich dabei auf seine Kernkompetenzen konzentriert. Zweitkandidat Holger Zimmermann aus Horb war aufgrund des Geburtstags seiner Tochter mit einer Videobotschaft vertreten. Der im Jahr 1974 geborene Wirtschaftsingenieur lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Ahldorf und arbeitet dort als Unternehmer mit insgesamt sechs Mitarbeitern. Zehn Jahre lang war Zimmermann Mitglied des Horber Gemeinderats. Er wurde mit 28 Stimmen bei zwei Gegenstimmen zum Zweitkandidaten gewählt.

In der Diskussionsrunde kamen unter anderem Themen wie die Folgen des Lockdowns, aber auch Umsetzungsschwierigkeiten bei der Digitalisierung an Schulen sowie die Staatsverschuldung und das Thema Rettungsschirme zur Sprache.

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