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Freudenstadt Filigranes und rasantes Spiel

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Der Schweizer Panflötist Jonas Jenzer und Kirchenmusikdirektor Karl Echle begeisterten das Publikum beim Sommerkonzert "Panflöte und Orgel" in der Taborkirche.Foto: Lorek Foto: Schwarzwälder Bote

Sphärische Klänge erfüllten die gut besuchte Taborkirche beim Konzert der Reihe "Orgel zur Nacht", als dort der Panflötist Jonas Jenzer aus der Schweiz und Kirchenmusikdirektor Karl Echle an der Orgel spielten.

Freudenstadt. Beide konzertieren seit 2011 regelmäßig miteinander. Bereits das erste Stück "Mariettas Lied zur Laute" aus der Oper "Die tote Stadt" von Erich Wolfgang Korngold (1897 bis 1957) bot mit den sanften und romantischen Orgelklängen einen perfekten Einstieg in das Sommerkonzert.

Mit der zart einsetzenden Panflöte und ihren hellen Tönen wurde Mariettas Gesang eindrucksvoll hörbar. Mit sphärischen Klängen beeindruckte "Spiegel im Spiegel" von Arvo Pärt (1935). Zunächst im Dreiklangmodus, ergänzt mit tiefen Basstönen, ließ Echle die Riegerorgel erklingen, bevor Jenzer sanft mit hauchzarten Panflötentönen einsetzte. Wie die Facetten, die man im Spiegel nach und nach entdecken kann, entwickelte sich auch die Musik der beiden Musikvirtuosen. Zu Herzen gehend interpretierten die Musiker den zum Sommerkonzertklassiker gewordenen Cantique de Jean Racine von Gabriel Fauré. Dabei ergänzten sich Orgel und Panflöte in melodiöser Harmonie und bezauberten auch immer wieder mit kleinen Soloparts innerhalb des Musikstücks.

Zum Träumen eingeladen

Mit "Rosace" aus "Esquisses Byzantiques" für Orgel und "Carillon-Sortie" von Henri Mulet (1878 bis 1967) präsentierte Echle zwei vielschichtige Orgel-Solo-Stücke. Dabei begeisterte Echle durch sein filigranes und gleichzeitig rasantes Orgelspiel auf allen drei Manualen und mit temporeicher Pedalarbeit.

Romantisch wurde es bei einer "Romanze" von Johan Severin Svendsen, bei der die beiden verschiedenen Instrumente zum Träumen einluden. Mit Leichtigkeit ließen Jenzer und Echle verschiedene Gefühlslagen von schwungvoll über ruhig und dezent bis jubilierend in ihrem Spiel erkennen.

Zurücklehnen, die Augen schließen und entspannen konnten die Konzertbesucher auch bei "Meditation" aus der Oper "Thais" von Jules Massenet (1842 bis 1912). Elegant und melodiös spielten Jenzer und Echle das Stück. Jenzer entlockte seiner Panflöte dabei tiefe und kräftige sowie hauchige Klänge. Die beiden Musiker wurden mit langem Applaus und Standing Ovations belohnt. Mit der "Träumerei" von Robert Schumann als Zugabe endete das rund einstündige Konzert.

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