Praktisch, aber umstritten: Mobilfunk. Datenübertragung mit Licht statt Strahlen wird auf der Mainau erprobt. Foto: Seidel Foto: Schwarzwälder-Bote

Gesundheit: Bürgerinitiative informiert sich auf der Mainau über Alternativen

Freudenstadt. Es gibt gesundheitlich unbedenklichere Alternativen zur umstrittenen Mobilfunkstrahlung: Die Bürgerinitiative Mobilfunk des Landkreises Freudenstadt informiert sich morgen, Dienstag, über das Projekt "Installation von VLC-Technologie – Datenübertragung mittels Licht" auf der Insel Mainau.

Im Zusammenhang mit den Bemühungen, schädliche Mikrowellen-Strahlen bei Mobilfunk zu reduzieren, hat die Landesregierung 2015 auf der Insel einen Modellversuch auf der Basis einer optischen Freistrahlkommunikation (VLC) installiert, heißt es in einer Pressemitteilung der Bürgerinitiative. Die VLC-Technologie zur Datenübertragung mittels Licht biete damit eine Alternative zu WLAN und Mobilfunkstrahlen, ohne auf den drahtlosen Austausch von hohen Datenmengen verzichten zu müssen.

Genauso wie Verbraucherschutz-Organisation "Diagnose Funk" habe die Bürgerinitiative bei der Landesregierung auf diese für die Menschen weit weniger schädliche Technologie hingewiesen. Ähnlich wie bei der Atomwirtschaft seien "bedauerlicherweise von der Mikrowellenlobby sinnvolle Alternativen unterdrückt" worden. Leider habe auch der kommunale Bereich viel zu wenig über Alternativen nachgedacht, sondern die Wünsche der Mobilfunkbetreiber abgenickt.

Fraunhofer Institut lobt wegweisendes Konzept

Eine von zwei Anlagen auf der Mainau wird nun in einem Stuttgarter Gymnasium zur Weiterentwicklung installiert. Die erste Projektphase sei erfolgreich abgeschlossen, in der zweiten erfolgte eine Erweiterung der VLC-Technologie, sodass nun mehrere Nutzer flexiblen Zugang zum Internet hätten. Wie das Fraunhofer Institut mitteilte, sei das Pilotprojekt "wegweisend für die funkfreie mobile Datenkommunikation und Ausgangspunkt zur Verbreitung einer neuen Basistechnologie".

Das vom Freudenstädter Gemeinderat beschlossene Mobilfunkkonzept und die Überlegungen in Richtung WLAN habe die Bürgerinitiative bewogen, die Fraktionen im Gemeinderat sowie Bürgermeisterin Stephanie Hentschel zu dieser Veranstaltung einzuladen.

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