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Freudenstadt Digitalisierung auf dem Land

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Beim Workshop über Digitalisierung (von links, vorne): Gerald Swarat, Christian Geiger, Saskia Esken und Dejan Mihajlovic. Foto: Valdivieso Foto: Schwarzwälder-Bote

"Eine digitale Agenda für Kommunen" lautete der Titel eines Workshops, zu dem die SPD-Bundestagsabgeordnete Saskia Esken nach Ebhausen eingeladen hatte.

Region. Etwa 30 Interessierte waren ins Rathaus nach Ebhausen gekommen, um sich dort intensiv auszutauschen. Der Ort für die Veranstaltung war mit Absicht gewählt: Ebhausen gehört zu den Gemeinden in der Region, die sich schon stark im Bereich der Digitalisierung und Vernetzung engagieren, wie etwa mit einem offenen kommunalen WLAN.

Wie Bürgermeister Volker Schuler in seinem Grußwort ausführte, sollen die Potenziale der Digitalisierung künftig noch aktiver ausgeschöpft werden. "Lasst uns gemeinsam Ideen für den Einsatz digitaler Anwendungen entwickeln, mit denen kommunale Aufgaben innovativ gemeistert werden können. Und lasst uns diese Ideen gemeinsam voranbringen", ermunterte Esken die anwesenden Bürgermeister, Gemeinde- und Kreisräte in ihrer Begrüßung.

Der Workshop war in drei Themenblöcke gegliedert und hatte die Schwerpunkte "Smarte Dörfer und Regionen", "Potenziale des digitalen Wandels für eine zeitgemäße Bildung" und "Innovationen für die Verwaltung".

Esken hatte ihre Beziehungen als digitalpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion auf Bundesebene genutzt, um Fachleute für diese Impulse zu gewinnen. So war Gerald Swarat nach Ebhausen gekommen, der bei Fraunhofer IESE das Forschungsprogramm "Smart Rural Areas" (Intelligente ländliche Räume) koordiniert. Swarat machte deutlich, dass zwei Drittel der deutschen Bevölkerung auf dem Land leben. Der Fokus auf die "smarte Stadt" sei also zu kurz gesprungen.

Auch Lehrer müssen sich einbringen

Anschließend nahm der Fortbildner für zeitgemäße Bildung im digitalen Wandel, der Realschullehrer Dejan Mihajlovic aus Freiburg die Teilnehmer mit in die Schulen: "Es reicht nicht aus, mehr oder weniger smarte Whiteboards aufzuhängen", erklärte er. Natürlich müsse die sogenannte digitale Bildung in der Lehreraus- und -fortbildung und in den Bildungsplänen verankert werden. Aber vor allem müsse "Bildung im digitalen Wandel neu gedacht werden – als lebenslanger Prozess der eigenständigen Weltaneignung im Austausch mit anderen statt als hierarchische Vermittlung von Wissen und Kompetenzen".

Der dritte Teil des Workshops beschäftigte sich mit den Potenzialen der Digitalisierung für Staat und Verwaltung. Christian Geiger, Chief Digital Officer (CIO) oder auch Digitalisierungsbeauftragter der Stadt St. Gallen, führte aus: "Ob Effizienz, Effektivität, Bürgerfreundlichkeit oder Qualitätsverbesserungen, all das sind die Zielsetzungen, die Kommunen durch digitale Vernetzung und Automatisierung voranbringen können." Auch empfehle es sich, Beauftragte einzustellen, die in der Gemeinde über die Digitalisierung berichten, Information bereitstellen und als Ansprechpartner vor Ort bereitstehen.

Einig waren sich die Teilnehmer auch, dass auf dem Weg der Digitalisierung keine neue soziale Kluft entstehen dürfe; alle Gesellschafts- und Altersschichten müssten befähigt, mitgenommen und eingebunden werden. Es zeigte sich, dass in der Gesellschaft und auch bei den betroffenen Akteuren noch ein erheblicher Informationsbedarf über die Optionen und Auswirkungen der Digitalisierung besteht.

Gemeinden sollen Wandel mitgestalten

Bürgermeister Volker Schuler war überzeugt, dass der Workshop für die Anwesenden aufgrund seiner anschaulichen und praktischen Beispiele ein echter Gewinn war. "Die Digitalisierung wird häufig noch sehr abstrakt diskutiert und eher von den Risiken und Ängsten bestimmt. Wir haben über die Möglichkeiten vor allem für den ländlichen Raum gesprochen und von den Fachleuten einen informativen und praktischen Ausblick in die Entwicklung und Möglichkeiten der kommenden Jahre erhalten", so Schuler.

Esken schloss mit einem Appell an die Gemeinden und ihre Bildungseinrichtungen, den digitalen Wandel nicht nur über sich ergehen zu lassen, sondern aktiv mit zu gestalten.

 
 

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