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Freudenstadt Notfallseelsorge macht mobil

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Der neue Einsatzwagen der PSNV mit dem unverkennbaren Leuchtstreifen. Fotos: Guimouza Foto: Schwarzwälder Bote

Freudenstadt. In Sachen Notfallseelsorge hat der Kreis Freudenstadt den meisten anderen Landkreisen nun etwas voraus: und zwar ganze 258 PS. Polizei, Feuerwehr und die Notfallseelsorger verschiedener Hilfsorganisationen kommen in der Regel nur bei dramatischen Ereignissen zusammen. Kürzlich traf man sich jedoch aus freudigem Anlass im Ausstellungsraum des Autohauses Möhrle in Freudenstadt.

Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) ist das, was die Anwesenden miteinander verbindet. Sie alle setzen sich dafür ein, dass Menschen, die eine belastende Extremsituation erlebt haben, vor Ort Beistand erfahren. Landrat Klaus Michael Rückert betonte, wie wichtig die Arbeit der PSNV sei und erinnerte an den tragischen Unfall in Huzenbach, bei dem eine Mutter und ihr Kind kürzlich ihr Leben verloren. In Fällen wie diesen sei es unabdingbar, den Trauernden eine Stütze zu bieten.

Damit derartige Einsätze auch außerhalb von Häusern möglich sind, erhielt die Notfallseelsorge ein neues Einsatzfahrzeug. Der Wagen vom Typ Mercedes-Vito verfügt über zahlreiche Einrichtungen, die den Seelsorgern ihr Wirken vereinfachen sollen. Beispielsweise sorgen eine Standheizung, getönte Fensterscheiben und eine Sitzgruppe im hinteren Fahrzeugbereich dafür, dass Betroffenen stets in einem geschützten und sicheren Umfeld geholfen werden kann.

Mit der Anschaffung des Wagens verfügt die Notfallseelsorge Freudenstadt über ein kreisübergreifendes Alleinstellungsmerkmal. Das Fahrzeug befindet sich im Besitz des evangelischen Kirchenbezirks und wird vom Landkreis Freudenstadt unterhalten. Dekan Werner Trick bat um Gottes Segen für das Projekt und dankte den Helfern für ihr Engagement.

6000 Euro vom Lions-Club

Gerade der Kreis Freudenstadt habe einen besonderen Bedarf für ein mobiles Einsatzfahrzeug, heißt es in einer Pressemitteilung der PSNV. So würden im ländlichen Raum deutlich mehr Einsätze außer Haus verzeichnet als im städtischen Umfeld. Von den 60 Einsätzen der PSNV im vergangenen Jahr waren 20 Fälle im öffentlichen Bereich. Zusätzlich erhielt die Notfallseelsorge neue Jacken in einheitlichem Violett. Ab sofort sollen so alle Notfallseelsorger des Kreises – egal ob beispielsweise vom DRK, der Polizei oder von der Feuerwehr – an ihrer Uniformierung erkennbar sein. Lediglich die Beschriftung der Jacken verrät, welcher Zunft ein Seelsorger genau angehört. Die Jacken wurden durch zwei Firmen und den Lions-Club Freudenstadt finanziert. Letzterer sammelte im Rahmen seiner Adventskalender-Aktion mehr als 55 000 Euro an Spenden, von denen 6000 Euro an die Notfallseelsorge gehen sollen. Ein symbolischer Scheck wurde dazu feierlich vom Lions-Präsident Martin Bäppler an den Leiter der PSNV, Pfarrer Timo Stahl, überreicht.

Das neue Fahrzeug ist seit dem 24. Januar offiziell in Betrieb. Der Landrat findet dies "richtig und wichtig", jedoch äußerte er auch Sorge: "Ich hoffe nur, die Nutzer können mit dem relativ großen Gefährt sachgemäß umgehen – schließlich soll Leid verhindert und nicht verschlimmert werden". Aber auch an dieses Problem wurde gedacht. Die Landeskirche finanziert den Seelsorgern ein Fahrsicherheitstraining.

Pfarrer Stahl zeigte sich erfreut über die Unterstützung und sah auch im Erscheinungsbild des Wagens eine Parallele zu seiner Organisation. Der gelbe Leuchtstreifen der ansonsten violett gehaltenen Beklebung des Wagens solle, so Stahl, wie ein leuchtender Hoffnungsschimmer in der Nacht sein.

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