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Freudenstadt Die Friedenskirche als Friedensstifter

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Musikalisch wurde der Festgottesdienst unter anderem vom Chor gestaltet. Foto: Schwarzwälder Bote

Mit einem Festgottesdienst mit zahlreichen Ehrengästen feierte die evangelisch-methodistische Kirche das 150-jährige Bestehen ihrer Friedenskirche in Freudenstadt.

Freudenstadt. Nach der musikalischen Begrüßung mit dem "Halleluja" von Georg-Friedrich Händel durch den Posaunenchor der evangelisch-methodistischen Gemeinde unter der Leitung von Winfried Wegenast, freute sich Pastor Michael Meule beim Festgottesdienst, dass viele Ehrengäste und Freunde gekommen waren. Zum Kirchenjubiläum predigte Bischof Harald Rückert, der erst am Vorabend von Friedenskonferenzen in Jordanien und Israel zurückgekommen war. Er freute sich viele bekannte, aber auch neue Gesichter zu sehen.

Das Jubiläum sei Anlass zu großer Freude, so der Bischof, aber auch Anlass zum Innehalten und Nachdenken. Der Hebräerbrief richte sich an Menschen, die in der Gefahr seien, das Vertrauen in Gott und die Kirche zu verlieren und müde und matt werden. 150 Jahre seien eine lange Wegstrecke. Sicher gebe es viele positiven Erfahrungen aus den Jahren aber auch Streit, Versagen oder Zweifel, betonte Harald Rückert.

Die Gemeinde sei ein Raum, in dem Freude und Angst geteilt werden könnten. Dies sei in der heutigen Zeit die beste Prävention gegen Populisten, die mit der Angst Geschäfte machten. Bischof Rückert verglich das Leben mit dem Packen des Rucksacks für eine Bergtour. Je schwerer er sei, desto eher gehe einem die Luft aus. "Wer nachtragend ist, hat viel zu schleppen", so der Bischof. Er forderte dazu auf, Ballast abzuwerfen und wieder zu Jesus aufzublicken.

Eine Friedenskirche zu sein bedeute Auftrag zu haben, Friedensstifter zu sein. Sich in Freudenstadt in Zeiten der Polarisierung und dem Vertiefen von Gräben zu engagieren und Frieden zu stiften, sei der Auftrag der Freudenstädter evangelisch-methodistischen Kirche, hob Harald Rückert hervor.

Christliche Grundwerte als festes Fundament

Mit vielen Liedern und Musik wurde der gesamte Festgottesdienst umrahmt. Nach der Fürbitte der Generationen und dem Segen, sprach Landrat Klaus Rückert ein Grußwort. Vier Minuten Redezeit reichten nicht, um alle Probleme zu erörtern, sagte er lachend. Die Gesellschaft stehe Kopf. Werte würden in Frage gestellt, die früher unantastbar waren. Was denn das Fundament der Gesellschaft sei, fragte er und erklärte dazu, dass die christlichen Grundwerte die Basis seien und auch bleiben. Sie seien ein festes Fundament für das, was in Stadt und Gesellschaft geschehe. Die Menschenwürde sei unantastbar. Die eines jeden.

Auch Oberbürgermeister Julian Osswald dankte für die produktive und enge Zusammenarbeit. Man habe eine gemeinsame Geschichte mit Höhen und Tiefen erlebt. Er freue sich über die lebendige und aktive Gemeinde, betonte der OB und zitierte John Wesley: "Ohne Fleiß sind wir weder für diese, noch für die kommende Welt geeignet". Auch ein Geschenk hatte er dabei: "Wir pflanzen einen Baum", so der Oberbürgermeister. Diakon Georg Lorleberg gratuliert im Namen des Arbeitskreises christlicher Kirchen. Auf 150 Jahre Friedenskirche könne man stolz sein. Er lobte die offene Stimmung im Gottesdiens: "Lasst Euch die Gemeinschaft nicht nehmen", so der Diakon, "Ihr habt Energie und stellt etwas auf die Beine, auch wenn ihr weniger Mitglieder habt." Die Anerkennung der anderen Kirchen habe die evangelisch-methodistische Kirche durch ihre geschwisterliche Offenheit erreicht.

Auch Elmar Haug vom Bündnis für soziale Gerechtigkeit war voll des Lobs. Gründer John Wesley habe drei Schwerpunkte gehabt: das Beten, das Studieren und den Dienst am anderen Menschen. Und auch bei der Arbeit im Bündnis für soziale Gerechtigkeit seien die Mitglieder der evangelisch-methodistischen Kirche sehr engagiert. Krisen habe es immer gegeben, so Haug; sie würden aber auch Entwicklungspotenzial bergen.

Ulrich Haizmann von der evangelischen Allianz sprach das letzte Grußwort und dankte für die gute Zusammenarbeit bei Veranstaltungen aller Art. Auch er zitierte Wesley, den Kirchengründer: "Wer der Bibel nicht glaubt, glaubt an alles Mögliche."

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