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Freudenstadt Am Geld dürfte er nicht scheitern

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Ortstermin an der Stuttgarter Straße, wo später der Tunnel in Richtung Baiersbronn abzweigen soll (von links) Christoph Gerber und Bürgermeisterin Stephanie Hentschel von der Stadt Freudenstadt, Landrat Klaus Michael Rückert, parlamentarischer Staatssekretär Steffen Bilger (CDU), Oberbürgermeister Julian Osswald, parlamentarischer Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (CDU), Bundestagsabgeordnete Saskia Esken (SPD), Landtagsabgeordneter Norbert Beck (CDU) und Rudolf Müller von der Stadtverwaltung Freudenstadt. Foto: Gauger Foto: Schwarzwälder Bote

Er war schon zum Greifen nah, dann wieder weit, weit weg. Jetzt scheint der Freudenstädter Tunnel eine wichtige Hürde überwunden zu haben: Am Geld liegt die Umsetzung des 86-Millionen-Projekts wohl nicht mehr.

Freudenstadt. Ortstermin in Freudenstadt: Steffen Bilger (CDU), Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, war im Vorfeld des Spatenstichs zur Horber Hochbrücke vorbeigekommen, um über den Stand des Freudenstädter Tunnels in Richtung Baiersbronn zu informieren. Wie wichtig dieses Vorhaben für Freudenstadt und die Region eingeschätzt wird, dokumentierten neben Oberbürgermeister Julian Osswald und Bürgermeisterin Stephanie Hentschel die beiden Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel (CDU) und Saskia Esken (SPD), Landtagsabgeordneter Norbert Beck (CDU) und Landrat Klaus Michael Rückert mit ihrer Anwesenheit. Der Tross schaute sich die beiden geplanten Tunnelportale an der Stuttgarter Straße und der Murgtalstraße an und machten noch einen Abstecher zur Baustelle für den Freudenstädter Campus der Universität Stuttgart.

Gut gelaunt und optimistisch zeigte sich Oberbürgermeister Julian Osswald bei der anschließenden Pressekonferenz. Staatssekretär Steffen Bilger kommt aus Ludwigsburg in Baden-Württemberg, was vorteilhaft für die Kontakte nach Berlin sei, bemerkte Osswald. "Wir fühlen uns gut behandelt und berücksichtigt", sagte er zu Bilger und nannte gleich sein ehrgeiziges Ziel: "Bis zur Gartenschau 2025 wollen wir durch den Tunnel durchfahren". Das erste Protokoll, in dem es um einen Straßentunnel in Freudenstadt ging, stamme aus dem Jahr 1946, berichtete der OB. Deshalb sei es auch egal, ob der Tunnel ein Jahr früher oder später fertig wird. "Wichtig ist die Umsetzung".

Steffen Bilger hob hervor, dass man in Berlin lange gekämpft habe, um den Tunnel in Freudenstadt wieder in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans zu bringen. Die auf 86 Millionen Euro geschätzten Baukosten für den Tunnelast in Richtung Baiersbronn seien im Bundesverkehrswegeplan hinterlegt. "Wir müssen uns keine Sorgen ums Geld machen", meinte der Politiker. Die Unterlagen aus dem Verkehrsministerium des Landes seien in Berlin eingegangen. Mit dem Gesehenvermerk des Bundesministeriums könne im nächsten Jahr wohl ein Haken an das Projekt gemacht und die Planfeststellung eingeleitet werden. "Es arbeiten alle daran, dass es so schnell wie möglich losgehen kann", berichtete der Staatssekretär.

Julian Osswald rechnete vor: Wenn der Gesehenvermerk vorliege, könne das Regierungspräsidium Karlsruhe mit dem Planfeststellungsverfahren beginnen, das dauere in der Regel zwei Jahre. Bei einer angekündigten Bauzeit für den 1,4 Kilometer langen Tunnel von zwei Jahren würde es bis zur Gartenschau reichen. Auch eine Bauzeit von drei Jahren wäre noch drin. Er bleibe bei seinem ehrgeizigen Ziel 2025, so Osswald.

Hans-Joachim Fuchtel, Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium, betonte, dass sich der gordische Knoten um das Tunnelprojekt lockere. Es sei wichtig gewesen, den Tunnel wieder in den vordringlichen Bedarf zu bringen. Als kleines Problem sah er nur die Ressourcen in der Bauwirtschaft.

Saskia Esken sah einen wesentlichen Vorteil in der guten Zusammenarbeit der Abgeordneten und des Regierungspräsidiums. Die Stadt Freudenstadt habe es klug angestellt, in dem sie dem einen Tunnelstrang in Richtung Murgtal den Vorzug gegeben habe. Julian Osswald bemerkte, dass täglich 24 000 Fahrzeuge die Kreuzung auf dem Marktplatz passieren. Der hohe Anteil an Schwerlastverkehr belaste die Stadt. Mit der Einführung der Maut für Bundesstraßen erhoffe man sich eine gewisse Entlastung. Doch im Tunnel Richtung Baiersbronn würden täglich 14 000 Fahrzeuge verschwinden.

"Heute ist ein Freudentag für die Verkehrsanbindung des Landkreises an die A 81", sagte Landrat Klaus Michael Rückert. Diese Anbindung sei auch für die Wirtschaft wichtig, um Fachkräfte zu gewinnen. Rückert dankte allen, die mitgeholfen haben, das Tunnelprojekt auf den Weg zu bringen. Vor allem lobte er, dass es kein weiteres Tauziehen um die Brücke in Horb und den Tunnel gebeben hat. "Wir tragen die Brücke mit", betonte OB Osswald. Dies sei in der Vergangenheit nicht immer so gewesen, gab er zu. Aber ein Wettbewerb zwischen den beiden Projekten habe keinen Sinn gemacht.

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