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Freital in Sachsen Mutmaßlicher Anschlag auf Linke-Stadtrat

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In Freital in Sachsen soll ein Anschlag auf einen Linken-Politiker versucht worden sein. Foto: dpa-Zentralbild

Freital - Der sächsische Linke-Politiker Michael Richter hat nach einem mutmaßlichen Sprengstoffanschlag auf sein geparktes Auto Entschlossenheit demonstriert. "Wir können die Straße, wir können die Meinungsführerschaft nicht denen überlassen, die offen Hass gegen Menschen propagieren", sagte der Fraktionschef der Linken im Freitaler Stadtrat.

Er habe in der Nacht einen lauten Knall gehört, über dem Auto habe er eine schwarze Rauchwolke gesehen. Die Polizei ermittelt wegen einer Sprengstoffexplosion in alle Richtungen. Die Linke geht von einem rechtsextremen Hintergrund aus. In den vergangenen Wochen hatte es in Freital immer wieder Proteste gegen ein Flüchtlingsheim gegeben. Richter setzte sich für Flüchtlinge ein.

Richter hatte sich für Flüchtlinge eingesetzt

Der Politiker hatte seinen Wagen vor dem Haus geparkt. Laut Polizei wurden Verglasung und Karosserie stark beschädigt. Wie ein Sprecher der Geschäftsstelle der Linken Sächsische Schweiz - Osterzgebirge berichtete, werde bereits seit Wochen gegen Richter gehetzt, der sich in Freital für Flüchtlinge einsetzt. Auch Drohungen habe es schon gegeben. "Das lässt einen rechtsextremen Hintergrund vermuten", hieß es.

Der Linke-Fraktionschef im Landtag, Rico Gebhardt, sprach ebenfalls von einer politisch motivierten Gewalttat. Die Polizei betonte, dass in alle Richtungen wegen "Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion" ermittelt werde.

In den vergangenen Wochen hatte es in Freital immer wieder Proteste gegen das Flüchtlingsheim im Ort gegeben, während einer Bürgerversammlung kam es zu Tumulten. Das Rassismusproblem in Sachsen sei längst zu einem Sicherheitsproblem geworden, sagte Gebhardt.

Auf ihrer Facebook-Seite verurteilte die Linke der Region Freital "diese hinterhältige Tat". Landesgeschäftsführerin Antje Feiks sprach von zunehmenden rechten Gewalttaten gegen Andersdenkende und Asylsuchende. "Eine solche Welle des Rassismus und der Menschenfeindlichkeit hat man bisher mit Rostock-Lichtenhagen oder Hoyerswerda in den 90ern assoziiert." Der unverblümte Hass sei zurück auf der Straße und kenne offenbar keine Hemmschwelle mehr.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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