Da hier im Bereich der Firma Tränkle die Hänge an der B 33 komplett abgeholzt werden sollen, plant der Forst Baden-Württemberg im Mai und Juni vier Wochen lang eine Vollsperrung der Bundesstraße. Foto: Kommert

Ab der dritten Märzwoche steht die Vollsperrung der Schwarzwaldbahn zwischen Hausach und St. Georgen an – etliche Gleise sollen, wie berichtet, ausgetauscht werden. Dies war auch Thema in jüngster Triberger Gemeinderatssitzung.

Triberg - Die erforderliche Streckensperrung nutzen auch andere Gewerke, beispielsweise für Felshangsicherungen entlang der Strecke einschließlich notwendiger Vegetationsarbeiten – und für die Sanierung des Sommerautunnels sowie für Arbeiten an den Tunnelportalen des Tannenbühl-, Tannenwald- und Steinbistunnels, so die offizielle Verlautbarung.

Mehrere Firmen wären betroffen

Die Sperrung beginnt am Samstag, 20. März, und hält zunächst bis zum Ferienbeginn am Dienstag, 27. Juli, an. Gegebenenfalls soll es dann nach dem Ferienende, Sonntag, 12. September, mit der Sperrung weitergehen.

In diesem Zusammenhang durfte man auch das von Reinhard Storz (CDU) in der Triberger Ratssitzung angesprochene Folgeproblem sehen: Der Forst Baden-Württemberg plant die Komplettabholzung des Hangs talwärts rechts entlang der Bundesstraße 33 im Bereich der Firmen Tränkle, Becker und SBS-Feintechnik.

Betrieb muss aufrechterhalten werden

Der geplante, rund vierwöchige Zeitraum liege, so Storz, im Mai und Juni. Allerdings habe die Behörde für diese Zeit eine Vollsperrung der B 33 geplant, was überhaupt nicht gehe. Denn neben dem Werk- und Lieferverkehr der genannten Firmen sei vor allem auch die Firma Finkbeiner betroffen. Dort sollten im Halbstundentakt Langholzfahrzeuge ankommen, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Zudem laufe in dieser Zeit wegen der Sperrung der Schwarzwaldbahn der Schienenersatzverkehr, Einschnitte seien dann auch beim Tourismus zu erwarten, argumentierte Storz weiter. "Ich bitte die Stadtverwaltung, sich darum zu kümmern", so der Bürgermeisterstellvertreter abschließend.

"Wir haben den Vorschlag des Forstes bereits abgelehnt, eine Vollsperrung über vier Wochen ist definitiv nicht möglich", erklärte zu diesem Thema Bürgermeister Gallus Strobel in der Ratssitzung. Alternativ habe man dem Forst eine einseitige Straßenführung mit Ampelanlage empfohlen, informierte der Rathaus-Chef.

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