Nach achtjähriger Pause soll im kommenden Jahr wieder das Mötzinger Fleckenfest gefeiert werden. Der Gemeinderat stimmte in seiner jüngsten Sitzung einer Beteiligung an den Gemeinkosten von maximal 25 000 Euro zu.
Seit dem Jahr 2000 stand das Fleckenfest alle vier Jahre im Mötzinger Terminkalender, wobei Bürgermeister Marcel Hagenlocher jetzt daran erinnerte, dass die im Sommer 2020 geplante Veranstaltung in der Corona-Hochphase gar nicht zulässig gewesen wäre. Daher hatte man sich mit den Vereinen zunächst darauf verständigt, das Fleckenfest 2022 nachzuholen, aber auch im vergangenen Jahr war die Lage noch zu unklar.
Doch nun soll die sechste Auflage des Fleckenfestes am Wochenende 20./21. Juli 2024 steigen. Damit sei man dann wieder im ursprünglich angedachten vierjährigen Turnus. Der Festbereich wird sich rund um das Mötzinger Rathaus konzentrieren, wobei sich wieder zahlreiche Vereine und Institutionen am Fleckenfest beteiligen, auch wenn deren Zahl im Vergleich zu 2016 etwas rückläufig ist.
Als Hauptattraktion ist für den Samstagabend ein Auftritt der kultigen Unplugged-Band „Dicke Fische“ aus Holzgerlingen gebucht, die eigentlich bereits 2020 nach Mötzingen kommen wollte und deren Gastspiel um vier Jahre verschoben wurde.
Zuschuss ist wichtiger Bestandteil
Wie der Rathauschef feststellte, bildete die finanzielle Beteiligung der Gemeinde an den sogenannten Gemeinkosten einen wichtigen Bestandteil bei den zurückliegenden Fleckenfesten. Unter diesen Begriff fallen unter anderem die Kosten für die gebuchten Bühnenunterhaltungen, Lautsprecheranlagen und Bühnentechnik, Stromkosten sowie Wasser und Abwasser, Müllgebühren oder Gema-Kosten.
Enorm angestiegen seien in den vergangenen acht Jahren die Kosten für die Bühnentechnik, aber auch für die Straßensperrungen müsse mittlerweile eine Spezialfirma beauftragt werden. Vor diesem Hintergrund wurde das Budget der Gemeinkosten für das kommende Jahr auf 25 000 Euro taxiert, 2016 waren es noch rund 15 000 Euro.
Maßgeblich für den Erfolg
In den Augen des Bürgermeisters ist die Beteiligung der Gemeinde ein wichtiges Signal an die Vereine und Institutionen, wobei diese spezielle Art der Vereinsförderungen in der Vergangenheit maßgeblich zum Erfolg der Fleckenfest beigetragen habe.
UWV-Rätin Jasmin Haarer signalisierte zwar ihre Zustimmung zum Gemeindeanteil, stellte aber auch fest: „Die Kosten sind für ein Straßenfest schon enorm“. Wie Rainer Stefanek (CDU) anmerkte, müsse man angesichts der demografischen Entwicklung in den Vereinen „als Gemeinde froh sein, dass die Vereine das noch stemmen“.
Anforderungen steigen
Für Michael Hiller (WGM) stellte sich die Frage, wie die Gemeinde reagiere, wenn die 25 000 Euro nicht ausreichen sollten. Wie Marcel Hagenlocher erwiderte, sei der Betrag jetzt als Grundstock ein „Schätzwert“. Erklärtes Ziel sei, dass die 25 000 Euro ausreichen. Allerdings sind die Anforderungen in vielen Bereichen seit 2016 gestiegen, und damit auch die Kosten. So geht der Bürgermeister davon aus, dass die Gemeinde nach der Abrechnung auch mögliche Mehrkosten übernehmen werde.