Die Gewinnerin Alex, Dascha und Soulin laufen beim Finale der Model-Castingshow „Germany’s next Topmodel“ gemeinsam über den Laufsteg Foto: dpa/Willi Weber

Das 23 Jahre alte Transgender-Model Alex aus Köln wurde am Donnerstagabend zur Siegerin von Heidi Klums Castingshow gekürt. Auf Platz zwei landete Curvy-Model Dascha.

Berlin/Unterföhring - Transgender-Model Alex ist „Germany’s Next Topmodel“. Die 23 Jahre alte Studentin aus Köln wurde am Donnerstagabend zur Siegerin von Heidi Klums Castingshow gekürt. Im zweiten Jahr in Folge fand das Finale der ProSieben-Sendung unter Corona-Bedingungen ohne Publikum statt. Fans, Freunde und Familie der Kandidatinnen waren per Videochat zugeschaltet. Auf Platz zwei landete Curvy-Model Dascha. Soulin, die vielen Zuschauern zuvor als Favoritin galt, kam auf Platz drei. Auf Platz vier schied die rotgefärbte Romina als erste im Finale aus.

Diversity war in diesem Jahr das Motto der „GNTM“-Staffel

„Diversity“, also Vielfalt, war in diesem Jahr das Motto der „GNTM“-Staffel. Darum hatten es in diesem Jahr Frauen ins Finale geschafft, die es vorher womöglich nicht in die Endrunde geschafft hätten: ein kurvigeres Model, ein Transgender-Model, eine Frau, die mit unter 1,70 Metern eigentlich zu klein ist für das Geschäft, und eine junge Frau, die erst vor fünf Jahren als Geflüchtete aus Syrien nach Deutschland gekommen war.

Kurz vor dem Finale hatten einige Aktivistinnen halbnackt vor der ProSieben-Zentrale in Unterföhring bei München gegen die Show und ein dort aus ihrer Sicht vorherrschendes Schönheitsideal demonstriert. „Auch mit normalen und weiblichen Körpern kann man vor der Kamera stehen und sich in der Gesellschaft zeigen“, sagte die Versammlungsleiterin.

Nicht nur „Standard-Models“

Aus Sicht des Transgender-Models Lucy Hellenbrecht hat ProSieben allerdings in dieser Staffel mit dem Diversity-Motto nicht zuviel versprochen: „Ich hatte, so wie wahrscheinlich jeder, am Anfang Bedenken, als ich hörte, die Staffel soll so divers werden und am Ende doch nur die „Standard-Models“ übrig bleiben“, sagte die ehemalige GNTM-Kandidatin dem Nachrichtenportal watson. „Aber es ist ja nicht der Fall, von daher ist es wirklich sehr cool, dass Heidi Klum mit ihrer Ankündigung nicht zu viel versprochen hat.“

  
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