Die Aufgabe der Feuerwehren: Drei verletzte Waldarbeiter mussten sie retten. Foto: Gerstenecker

Absturzsicherung: Nusplinger, Meßstetter, Hossinger und Tieringer Wehrmänner üben

Erfolgreich haben die Nusplinger Feuerwehr und die Feuerwehrabteilungen Hossingen, Meßstetten und Tieringen eine gemeinsame Alarmübung gemeistert. Es ging um Absturzsicherung.

Erfolgreich haben die Nusp­linger Feuerwehr und die Feuerwehrabteilungen Hossingen, Meßstetten und Tieringen eine gemeinsame Alarmübung gemeistert. Es ging um Absturzsicherung.

Erfolgreich haben die Nusplinger Feuerwehr und die Feuerwehrabteilungen Hossingen, Meßstetten und Tieringen eine gemeinsame Alarmübung gemeistert. Es ging um Absturzsicherung.

Nusplingen. Schauplatz der Übung war ein steiler Abhang im Wald oberhalb von Nusplingen – schwieriges Gelände, aus dem drei verletzte Waldarbeiter in Sicherheit gebracht werden mussten. Bereits kurze Zeit nach der Alarmierung trafen die alarmierten Feuerwehrleute vor Ort ein. Die Feuerwehr aus Nusplingen, deren neu gewähltes Führungsduo, Kommandant Achim Ruß und sein Stellvertreter Frank Alber, ihre erste Übung in führender Position zu bestehen hatten, und die Abteilungen aus Meßstetten und Tieringen übernahmen die Rettung von zwei gehfähigen Verletzten.

Diese mussten hinauf zu den Rettungsfahrzeugen gebracht werden; zur Sicherung und um beim Aufstieg im abschüssigen Gelände einen besseren Halt gewährleisten zu könne, waren sowohl am Feuerwehrauto als auch an Bäumen Seile befestigt worden. Ein Feuerwehrmann begab sich zu den zwei Verletzten und befreite sie, einen nach dem anderen, aus ihrer misslichen Lage: Vor dem Retter am Seil fixiert, wurde zuerst der eine nach oben gebracht; danach stieg der Feuerwehrmann ein weiteres Mal ab und beförderte auf die gleiche Weise wie beim ersten Mal auch den zweiten Verletzten nach oben.

Das besondere Augenmerk galt der Steinschlaggefahr – für Verletzte, die herabfallenden Steinen nicht ausweichen können, stellt sie ein erhebliches Risiko dar. Ein solches Risiko lag beim dritten Verletzten vor, der kein Komparse mehr war, sondern eine Puppe. Er befand sich noch weiter unterhalb der anderen zwei Verletzten in steilem, felsigem Gelände; seine Rettung war fraglos aufwendiger und schwieriger als die seiner beiden Kollegen – übernommen wurde die Aufgabe von der Feuerwehrabteilung Hossingen.

Da der dritte Verletzte nicht mehr gehfähig war, kam eine Schleifkorbtrage zum Einsatz, in der er nach unten, zum nächsten Waldweg, transportiert wurde. Im felsigem Terrain, in dem sich nur zu leicht Steine lösen und herabfallen konnten, und auf dem steilen, laubbedeckten und entsprechend tückischen Waldboden war dies alles andere als ungefährlich – auch für die Retter. Behutsam und vorsichtig manövrierten sie den Verletzten durch das anspruchsvolle Gelände und brachten souverän und gekonnt auch diese Rettung zu einem guten Ende.

Noch während dieser Aktion erreichte die Feuerwehr ein tatsächlicher Brandalarm – das Problem wurde rasch behoben, doch es hatte sich gezeigt, wie schnell der Ernstfall eintreten kann. Nusplingens Bürgermeister Jörg Alisch aber war voll des Lobs für die gelungene Rettungsaktion, bedankte sich bei den Mitgliedern aller beteiligten Wehren und hielt abschließend eine Stärkung bereit.